Mehrschichtparkett oder Massivparkett – ein Vergleich

Mehrschichtparkett (oft auch unter dem Begriff „Fertigparkett“ oder „Dreischichtparkett“) bekannt, charakterisiert sich dadurch, dass es – wie die Bezeichnung schon verrät – aus zwei oder drei Schichten besteht. Diese sind miteinander verleimt.

Je nachdem, ob beim Aufbau dieser Art von Parkett auf zwei oder auf drei Schichten gesetzt wird, setzt sich der Boden entweder aus der Nutzschicht (ganz oben) und der Trägerschicht oder aus Nutz-, Trägerschicht und Mittellage zusammen.

Die Auswahl in Bezug auf Mehrschichtparkett ist im Laufe der Zeit immer größer geworden. Dementsprechend findet sich mittlerweile für jeden Einrichtungsstil die passende Variante – egal, ob die persönliche Tendenz zum Beispiel eher in Richtung helles oder dunkles Material geht. Besonders beliebt ist unter anderem das Mehrschichtparkett aus Eiche.

Immer wieder stellt sich jedoch die Frage, ob Mehrschicht- oder vielleicht eher Massivparkett als Parkettart die richtige bzw. bessere Wahl wäre. Um hier einen besseren Überblick zu erhalten, lohnt es sich, sich ein wenig genauer mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Arten des Bodenbelags auseinanderzusetzen.

Parkett liegt im Regal

Die Vor- und Nachteile von Fertigparkett bzw. Mehrschichtparkett in der Übersicht

Wie so oft gilt auch in Bezug auf Mehrschichtparkett, dass es sowohl Vor- als auch Nachteile gibt. Sollten Sie sich daher gerade überlegen, ob Sie sich lieber für Fertig- oder für Massivparkett entscheiden sollten, könnte die folgende Tabelle hilfreich sein.

Vorteile von Fertigparkett

Fertigparkett vermittelt einen hochwertigen optischen Eindruck. Rein optisch ist es so gut wie nicht von der massiven Variante zu unterscheiden.

Mehrschichtparkett besteht aus mindestens zwei, oft aus drei Schichten. Genau dieser charakteristische Aufbau verleiht dem Boden ein hohes Maß an Stabilität.

Aufgrund der Tatsache, dass das Material nicht so stark arbeitet, kann das Fertigparkett auch super mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden.

Es ist grundsätzlich nicht schwer, als Hobbyhandwerker Fertigparkett selbst zu verlegen. Hilfreiche Tipps rund um das Parkett Verlegen finden Sie hier!

Wurde das Fertigparkett einmal verlegt, muss es nicht weiterbehandelt werden. Es braucht dementsprechend keinen zusätzlichen Lack o. ä..

Nachteile von Fertigparkett

Im Gegensatz zum massiven Parkett kann Fertigparkett nicht „beliebig oft“ abgeschliffen werden.

Aufgrund dieser Tatsache ist es oft nötig, das Fertigparkett früher auszutauschen als es bei Massivparkett der Fall wäre.

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Übrigens: Mehrschicht- und Massivparkett sind in der Regel etwa gleich hoch. Sie weisen meist eine Stärke zwischen 12 mm und 20 mm auf.

Wie anhand dieser Tabelle ersichtlich ist, gibt es zahlreiche Punkte, die für das Verlegen von Fertig- bzw. Mehrschichtparkett sprechen. Gerade dann, wenn es darum geht, sich für eine Lösung zu entscheiden, die leicht verlegt werden kann und die dazu in der Lage ist, den Herausforderungen des Alltags immer wieder aufs Neue standzuhalten, handelt es sich hierbei um eine passende Option.

Das Massivparkett ist – aufgrund der Tatsache, dass es, beispielsweise im Fall von Gebrauchsspuren leicht abgeschliffen werden kann – jedoch noch etwas länger haltbar.

Ein Detail, das beide Parkettvarianten auszeichnet, ist jedoch die gebotene Flexibilität. So können sowohl Mehrschicht- als auch Massivparkett in den verschiedensten Wohnbereichen, zum Beispiel in der Küche oder allgemein im Innenbereich, eingesetzt werden.

Eine gewisse „Ausnahmerolle“ nimmt in diesem Zusammenhang das Bad ein. Aber: Auch hier ist es möglich, von den Vorzügen eines Parkettbodens zu profitieren. Besonders wichtig ist es jedoch, dass auf eine Parkettvariante gesetzt wird, die dazu in der Lage ist, sich gegen die oft vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit zur Wehr zu setzen. Oder anders: Es sollte zu einem Holz gegriffen werden, das wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Besonders beliebt sind hierbei Doussie und Teakholz.

Auch beim Verlegen im Nassraum ist es wichtig, vorsichtig vorzugehen und die Fugen beispielsweise so dicht wie möglich zu setzen. Da sich durch eine Schicht aus Öl bzw. Lack ein zusätzlicher Schutz generieren lässt, ist es in der Regel ratsam, im Nassbereich auf Massivholz zu setzen. Dennoch sollte ein feuchter Boden im Badezimmer im Idealfall rasch trockengewischt werden, um eine möglichst lange Haltbarkeit zu unterstützen. Welcher Lack der richtige für Ihr Parkett ist, können Sie unter anderem hier nachlesen.

Was ist Massivparkett?

Allein der Begriff „Massivparkett“ deutet schon darauf hin, dass es sich hierbei um eine besonders robuste Variante handelt. Bei der entsprechenden Verlegung wird auf massive Elemente zurückgegriffen. Diese werden über die komplette Fläche verklebt.

Wurden die Verlegearbeiten abgeschlossen, ist es an der Zeit, die entsprechenden Bereiche nachzubehandeln. – wahlweise mit Öl oder mit Lack.

Achtung! Im Zuge der Planung rund um die Frage „Mehrschichtparkett oder Massivparkett?“ sollte immer auch beachtet werden, dass es sich bei der massiven Lösung auch um die kostspieligere handelt. Dafür kann der Bodenbelag über eine lange Zeit genutzt und bei Bedarf abgeschliffen werden. Wer sich auf der Suche nach einer langfristigen Lösung befindet, ist mit dieser Option gut beraten.

Des Weiteren zeichnet sich Massivparkett durch die folgenden Eigenschaften aus:

  • Massivparkett lässt sich auf Basis der unterschiedlichsten Verlegemuster verlegen. Auf diese Weise können tolle Effekte erzielt werden. Weitere Inspirationen hierzu finden Sie in diesem Artikel.
  • Das Material gilt als besonders stabil und wertbeständig und kann bei Bedarf abgeschliffen. So muss weniger oft neu verlegt werden.
  • Das Verlegen von Massivparkett sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen. Kurz: Hierbei handelt es sich um eine besonders langfristige Lösung, die viele Möglichkeiten in verschiedenen Wohnbereichen bietet.
Parkett aufgestapelt

Unterschiede von Massivholz und Mehrschichtholz

Massivholz und Mehrschichtholz unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander. Umso wichtiger ist es, sich mit den Eigenschaften der Materialien vertraut zu machen, um letztendlich abschätzen zu können, welches Holz bzw. welcher Bodenbelag am besten zum persönlichen Anspruch passt.

Massivholz

  • Besteht aus massiven Elementen
  • Kann abgeschliffen werden, damit beispielsweise nicht der komplette Boden entfernt werden muss, wenn sich Gebrauchsspuren zeigen. Sie möchten wissen, wie Sie Parkett richtig schleifen können?
  • Sollte mit Lack oder Öl nachbehandelt werden

Mehrschichtholz

  • Besteht aus mehreren (meist aus zwei oder drei) Schichten
  • Kann nicht beliebig oft abgeschliffen werden, da ansonsten rasch die zweite Schicht erreicht wird
  • Wird zum Verlegen von Parkett „endbehandelt“ angeboten. Dementsprechend ist hier keine Nachbehandlung möglich

Hier von „der besseren“ oder „der weniger guten“ Lösung sprechen zu wollen, wäre falsch. Vielmehr zeichnen sich sowohl Massivholz als auch Mehrschichtholz durch individuelle Vorteile aus. Somit ist es wichtig, dass Sie sich im ersten Schritt fragen, was Sie vom „perfekten Bodenbelag“ erwarten. Auch die Überlegung, ob Sie Ihr Parkett selbst verlegen oder verlegen lassen möchten, kann in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Mehrschichtparkett richtig pflegen – so geht’s!

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Mehrschichtholz um ein Material, das nicht besonders pflegeintensiv ist. Im Gegenteil! Wer auf diese Parkettart setzt, profitiert unter anderem von der Tatsache, dass die Oberfläche bereits endbehandelt wurde.

Dennoch kann es nicht schaden, das Parkett ein- bis zweimal im Jahr zu ölen, um so weiterhin für ein ansprechendes Erscheinungsbild zu sorgen. Etwaige Verschmutzungen sollten natürlich schnellstmöglich entfernt werden. Oft reicht hierzu ein leicht angefeuchteter Lappen aus. Parkett sollte zudem nur mit Reinigern in Berührung kommen, die zum jeweils verwendeten Material passen.

Viele weitere Infos hierzu finden Sie auch in unserem Ratgeber! Hier verraten wir Ihnen, wie Sie Parkett richtig pflegen und reinigen.

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Stefan Domke
Stefan ist der Geschäftsinhaber von Domke Parkett und bringt mit vollem Einsatz Ihre Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss. Durch seine fundierte Ausbildung und langjährige Expertise kann er Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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