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Industrieparkett verlegen: eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung

Parkett  •  24.02.2026

Bodenbelag-Experte

Stefan Domke

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Industrieparkett verlegen

Zusammenfassung

Dank seiner Nutzschicht von bis zu 25 Millimetern wird Industrieparkett überall dort eingesetzt, wo eine hohe Belastungsfähigkeit gefragt ist. Dabei sorgt die richtige Verlegung dafür, dass Ihr Parkett jahrelangem Alltag standhält.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Industrieparkett selbst verlegen und geben Ihnen Tipps, wie Profis dabei vorgehen.

Moderne Büroräume mit Industrieparkett-Holzboden, zwei Schreibtischen mit Bürostühlen, Computern, Lampen, Pflanzen und großen Fenstern, die für Tageslicht sorgen.

Das Wichtigste zum Verlegen des Industrieparketts für Sie zusammengefasst

  • Industrieparkett ist mit einer hohen Nutzschicht von bis zu 25 mm besonders belastbar und langlebig.
  • Die vollflächige Verklebung der Hochkantlamellen garantiert eine hohe Strapazierfähigkeit für Gewerberäume oder für Privathaushalte.
  • Die Verlegung von Industrieparkett erfordert viel Expertise, da sie zeitaufwendig und fehleranfällig ist.
  • Die wichtigsten Schritte beim Verlegen liegen in der Untergrundbearbeitung, der Verklebung, mehreren Schleifdurchgängen, der Fugenverkittung und der Nachbehandlung.
  • Sie müssen Industrieparkett pflegen und können es mehrfach abschleifen, auch dafür können Sie die Experten von Domke Parkett zurate ziehen.

Sie möchten selbst Industrieparkett verlegen oder verstehen, wie dies Profis gelingt? Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie zu Ihrem perfekt verlegten Boden kommen!

Planung und Vorbereitung

Industrieparkett ist auch als Hochkantlamellenparkett bekannt. Seinen Namen hat es dem Aufbau mit den hochkant verleimten Lamellen zu verdanken. 

Aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit wurde es früher überwiegend in Industriegebäuden verwendet. Heute ist es aber auch in Schulen, öffentlichen Gebäuden und Privathaushalten sehr beliebt.

Sie sollten Industrieparkett kaufen, wenn:

  • der Boden einer besonders hohen Belastung ausgesetzt ist.
  • Sie einen natürlichen und zugleich modernen Look wollen.
  • Ihnen eine besonders lange Nutzungsdauer wichtig ist.

Bevor Sie das Industrieparkett verlegen können, sollten Sie geeignetes Material kaufen, die nötigen Werkzeuge parat haben und den Untergrund richtig vorbereiten.

Hinweis:

Wir empfehlen, das Verlegen von Industrieparkett einem Profi zu überlassen. Denn das vollflächige Verkleben der Lamellen, das Ausrichten und die aufwendige Oberflächenbearbeitung erfordern viel Expertise und sind sehr fehleranfällig.
Haben Sie jedoch bereits Erfahrungen darin, verfügen über viel handwerkliches Geschick und Geduld, steht Ihrem Projekt dank unserer Anleitung nichts im Weg.

Welche Werkzeuge und Materialien benötigen Sie zum Verlegen von Industrieparkett?

Um Industrieparkett zu verlegen, brauchen Sie folgende Werkzeuge (für Vorbereitung, Verlegung und Nachbearbeitung):

  • CM-Messgerät zur Feuchtigkeitsmessung
  • Hammer und Meißel
  • Gummihammer
  • Wasserwaage und Richtscheit
  • Säge
  • Zugeisen
  • Schlagholz
  • Spachtel (am besten gezahnt)
  • Zollstock
  • Parkettschleifmaschine
  • Randschleifmaschine oder Handschleifgerät
  • Einscheibenmaschine
  • Rührwerk
  • Industriestaubsauger
  • Dehnungsfugen-Keil

Zudem sollten Sie folgende Materialien bereitlegen:

  • Industrieparkettplatten Ihrer Wahl
  • Ausgleichsmittel für Unebenheiten im Boden
  • Kleber
  • Haftgrund
  • Füllstoff für die Fugen (Holzkittlösung)
  • Öl oder Lack als Versiegelung
  • Spiritus
  • Lappen
  • Schleifscheiben mit unterschiedlicher Körnung

Beim Kauf gilt:

Passen Sie die Menge an die Größe der Grundfläche an und planen Sie ein wenig Puffer mit ein, falls es etwa zu Verschnitt kommt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verlegung von Industrieparkett

Alle Werkzeuge und Materialien liegen bereit? Die nachfolgende Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie die Verlegung von Industrieparkett funktioniert.

Schon gewusst?

Mittlerweile gibt es Industrieparkett auch als Fertigparkett zu kaufen. Da die Nutzschicht allerdings dünner ist, verlegen Experten vorzugsweise massives Parkett fürs Gewerbe und für Privathaushalte. Die Anleitung bezieht sich daher auf die vollflächige Verklebung von massivem Industrieparkett.

Schritt 1 – Untergrund fürs Industrieparkett vorbereiten

Eine Baustelle für die Vorbereitung der Verlegung von Industriepaketen mit Staubsauger, Eimern, Materialsack, einer langen Wasserwaage und einem digitalen Messgerät auf dem nackten Betonboden.

Für ein glattes und ebenes Ergebnis des Industrieparketts müssen Sie zunächst den Untergrund vorbereiten. Dazu gehören folgende Aspekte:

  • Ebenheit: Auch wenn der Boden augenscheinlich eben ist, sollten Sie hier nicht nach Augenmaß gehen. Ein Richtscheit und eine Wasserwaage helfen Ihnen, Unebenheiten festzustellen. Arbeiten Sie mit Ausgleichsmitteln und nehmen Sie ggf. Hammer und Meißel zur Hilfe, falls Sie etwas abtragen müssen.
  • Feuchtigkeit: Der Untergrund muss vollständig trocken sein, damit es nach dem Verlegen nicht zu Verformungen des Hochkantlamellenparketts kommt. Eine Messung mit dem CM-Gerät gibt Auskunft darüber, ob Sie mit den Arbeiten beginnen können. Zementestrich sollte eine Restfeuchtigkeit von unter 2 % besitzen, Anhydritestrich unter 0,5 %.
  • Sauberkeit: Zur Vorbereitung des Untergrunds vor der Verlegung des Industrieparketts gehört eine saubere und staubfreie Fläche. Hierfür eignet sich ein Industriestaubsauger.
  • Basis: Je nach Beschaffenheit des Untergrunds, kann es sinnvoll sein, einen Haftgrund aufzutragen. So kann der Kleber anschließend besser haften, ohne in den Estrich einzuziehen. Beachten Sie die unterschiedlichen Trocknungszeiten und halten Sie diese unter allen Umständen ein.

Erst, wenn der Boden vorbereitet und trocken ist, können Sie damit beginnen, das Industrieparkett zu verlegen.

Schritt 2 – Industrieparkett Reihe für Reihe verlegen und verkleben

Das vollflächige Verkleben gibt dem Industrieparkett seine Stabilität – vorausgesetzt, Sie platzieren die Lamellen richtig. Dabei sollten Sie Folgendes beachten:

  • Kleber anrühren und verteilen: Wenn Sie einen 2-Komponentenkleber benutzen, sollten Sie diesen sorgfältig mit einem Rührwerk vorbereiten. Tragen Sie den Kleber mit einem gezahnten Spachtel auf den Untergrund auf und gehen Sie dabei schrittweise vor, damit er nicht zu binden beginnt. Achten Sie darauf, dass der Kleber für die entsprechende Holzart geeignet ist. 
  • Erste Reihe ausrichten: Die erste Reihe sollten Sie mit einem Abstand, der einem Seitenmaß der verwendeten Platten entspricht, legen. Die Eckplatten können Sie dann mithilfe der Säge zuschneiden. Lassen Sie zudem zu jeder Wand eine Dehnungsfuge von etwa 10–15 mm. 
  • Lamellen einlegen: Legen Sie die Lamellen in das frische Kleberbett und schieben Sie diese an die vorherige Reihe heran, damit keine Lücken entstehen und die Lamellen bündig schließen. Ein Schlagholz, ein Gummihammer und ein Zugeisen, können Ihnen bei diesem Schritt helfen. Prüfen Sie zudem regelmäßig mit dem Richtscheit, ob Sie eben verlegen. Kommt Kleber auf das Parkett, können Sie diesen mit einem Lappen und etwas Spiritus entfernen.
  • Letzte Reihe abschließen: Sägen Sie die letzte Reihe sorgfältig zu und benutzen Sie ein Zugeisen für die korrekte Ausrichtung.

Achtung: Das Parkett dürfen Sie nicht direkt betreten. Halten Sie die vorgegebene Trocknungszeit ein. Diese variiert je nach Kleber, beachten Sie daher die Herstellerangaben.

Schritt 3 – Grob- und Zwischenschliff

Eine Schleifmaschine schleift einen neue verlegten Parkettboden.

Nach vollständigem Aushärten des Klebers geht es ans Schleifen. Hier kommt die Parkettschleifmaschine zum Einsatz, während Sie für die Ränder eine Randschleifmaschine oder einen Handschleifer verwenden können.

  1. Grobschliff: Mit einer groben Körnung schleifen Sie zunächst diagonal zum Faserverlauf. Dadurch gleichen Sie Höhenunterschiede der Lamellen aus, ohne Wellen und Unebenheiten zu verursachen.
  2. Zwischenschliff: Beim Zwischenschliff wählen Sie eine mittlere Körnung und schleifen das Parkett parallel zum Faserverlauf. Damit beseitigen Sie mögliche Schleifspuren des Grobschliffes und glätten die Fläche.

Bewahren Sie den feinen Staub auf, da Sie diesen im nächsten Schritt benötigen.

Schritt 4 – Verkitten der Fugen

Um die Fugen zwischen den Lamellen zu schließen und eine ebene Fläche zu erhalten, müssen Sie die Fugen verkitten. Dafür können Sie ein fertiges Kitt nutzen oder aber den aufgefangenen Feinstaub mit einem speziellen Bindemittel mischen. So kreieren Sie einen eigenen Holzkitt, der exakt die Farbe Ihres Bodens hat.

Mit einem Doppelspachtel können Sie die Masse im Faserverlauf auftragen und in die Fugen drücken. Anschließend sollten Sie wieder die Trocknungszeit einhalten.

Schritt 5 – Feinschliff und Nachbehandlung des Industrieparketts

Spezielles Pflegewachsöl fürs Parkett

Nachdem der Holzkitt ausgehärtet ist, geht es in die letzte Phase der Verlegung des Industrieparketts:

  • Feinschliff: Mit einer feinen Körnung entfernen Sie Kittreste und glätten abschließend die Oberfläche. Schleifen Sie bei diesem Schritt immer in Faserrichtung.
  • Reinigung: Bevor Sie das Industrieparkett versiegeln können, muss die Oberfläche vollkommen staubfrei sein. Mit einem Industriesauger befreien Sie die Oberfläche vom Staub. 
  • Nachbehandlung: Entscheiden Sie sich für Öl, können Sie dieses mit einer Einscheibenmaschine gleichmäßig einarbeiten. Sie können das Industrieparkett aber auch mit einem Lack versiegeln.

Videoanleitung: Industrieparkett in wenigen Schritten verlegen

Sie möchten sich ein Bild über die einzelnen Arbeitsschritte machen? Das nachfolgende Video hat diese anschaulich und verständlich aufbereitet:

Industrieparkett verlegen

Wie pflegen Sie das Industrieparkett?

Damit Sie nach dem Verlegen lange Freude am Industrieparkett haben, sollten Sie es regelmäßig pflegen. Hier sind einige Tipps:

  • Reinigen Sie das Parkett möglichst trocken und verwenden Sie geeignete Parkettbürsten.
  • Wischen Sie nur mit wenig Wasser (nebelfeucht) und verwenden Sie bei geöltem Boden milde Holzseifen.
  • Verwenden Sie bei Industrieparkett, das mit Lack versiegelt ist, ein geeignetes Reinigungsmittel.
  • Ölen Sie den Boden alle 1–2 Jahre nach oder verwenden Sie ein Lackpflegeprodukt.
  • Verwenden Sie keine Mikrofaser-Tücher, da diese mikrofeine Risse im Naturholz hinterlassen können.
  • Schützen Sie Ihren Boden durch Filzgleiter an Möbeln.

Selbst bei guter Pflege müssen Sie das verlegte Industrieparkett bei starker Abnutzung nach einer gewissen Zeit abschleifen. In der Regel ist dies alle 10–15 Jahre der Fall, es kommt aber immer auf die Abnutzung an. Verlegen Sie Parkett fürs Gewerbe in einem hochfrequentierten Bereich, müssen Sie dieses wahrscheinlich häufiger abschleifen, als wenn Sie Industrieparkett für einen Privathaushalt kaufen.

5 Tipps zum Verlegen von Industrieparkett: So vermeiden Sie häufige Fehler

Kleine Unachtsamkeiten oder eine unzureichende Vorbereitung können zu einem Ergebnis führen, das Sie am Ende nicht zufriedenstellt. Unsere 5 Tipps sollen Ihnen daher helfen, die häufigsten Fehler beim Verlegen von Industrieparkett zu vermeiden.

Tipp 1: Ein passendes Verlegemuster wählen

Zugegeben, beim Industrieparkett gibt es nicht so viele mögliche Muster, wie beim anderen Parkett. Denn die Lamellen haben bereits eine einzigartige Optik, die nicht für alle Verlegemuster funktioniert.

Am gängigsten ist der Parallelverband, denn er ergibt eine moderne und ruhige Optik. Leiterverband, englischer Verband sind weitere Muster. Sie sollten sich aber vorher ansehen, wie diese mit den kleinen Lamellen wirken. Liegt der Boden nämlich erst einmal, lässt sich dies nicht mehr verändern.

Wenn Sie erfahren wollen welche Raummuster es gibt und wie diese den Raum beeiflussen, lesen sie gern unsere Beiträge über Parkett-Verlegemuster oder Parkettverlegerichtungen.

Tipp 2: Industrieparkett vor dem Verlegen akklimatisieren lassen

Damit es nach dem Verlegen des Industrieparketts nicht zu Verschiebungen oder Fugen kommt, sollten Sie das Parkett bereits 48 Stunden vor dem Verlegen flach in den Raum legen. Am besten akklimatisiert es sich bei einer Raumtemperatur von 20 bis 22 °C und einer mittleren Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %.

Tipp 3: Sauberkeit und Präzision sparen Zeit, Nerven und Geld

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung jedes einzelnen Arbeitsschrittes und arbeiten Sie sauber und präzise. Dadurch vermeiden Sie Fehler, die Sie ansonsten noch mehr Zeit und Geld kosten. Dieser Tipp ist insbesondere in der Phase der Verklebung wichtig, da Sie Fehler hier nur mit Mühe wieder korrigieren können. Wollen Sie das Industrieparkett mit Lack versiegeln? Dann darf Ihnen kein Staubkorn in den Weg kommen, da Sie es sonst für immer verewigen.

Tipp 4: Aufmerksamkeit beim Einkauf der Materialien walten lassen

„Wer günstig kauft, kauft zweimal.“ Die Redewendung hat auch beim Kaufen vom Industrieparkett sowie der dazugehörigen Materialien, einen wahren Kern. Achten Sie beim Kauf daher sowohl auf die Qualität als auch auf die Eignung von Materialien.

Tipp 5: Experten zurate ziehen

Beim Verlegen von Industrieparkett für Gewerbeflächen oder Privathaushalte gibt es viel zu beachten. Mehrere Schritte sind fehleranfällig und es ist viel Expertise beim Verlegen gefragt. Fehlen Ihnen diese Kenntnisse, kann das Endergebnis anders ausfallen, als Sie erwarten. Deshalb empfiehlt es sich, einen Experten zurate zu ziehen und das Projekt in erfahrene Hände zu geben – das Ergebnis wird Sie begeistern!

Verlegearbeiten vom Profi? Sprechen Sie uns gerne an!

Sie möchten ein professionelles und ansprechendes Ergebnis, das jahrzehntelang hält? Unsere Experten sorgen dafür, dass Ihre Räumlichkeiten genauso aussehen, wie Sie es erwarten! Sprechen Sie uns gerne mit Hinblick auf Ihre individuellen Wünsche an. Wir übernehmen nicht nur die fachgerechte Verlegung, sondern kümmern uns auch gerne um die Pflege Ihres robusten Bodens.

Nicht sicher, ob Industrieparkett das Richtige für Ihre Räumlichkeiten ist? Domke Parkett hilft Ihnen gerne weiter und berät Sie hinsichtlich Stabparkett, Parkettdielen, Holzpflaster oder weiterer Verlegearbeiten. Gemeinsam finden wir das perfekte Parkett, das zu Ihren Vorstellungen passt!


Sie brauchen Hilfe beim Verlegen oder der Auswahl Ihres Industrieparketts?Fordern Sie jetzt ihr kostenloses Angebot an!Jetzt Kontakt aufnehmen

Stefan Domke

Stefan Domke ist Firmeninhaber der „Domke Parkett GmbH“ und hat mittlerweile über 20 Angestellte, mit denen er fast jeden Wunschboden liefern kann. Mit seinem Fachbetrieb bietet er seit über 10 Jahren diverse Bodenverlegearbeiten in ganz Berlin und Brandenburg an und übernimmt dabei die Baustellenkoordination.

Kontakt aufnehmen

(+49) 030 810 34 190

Domke Parkett in Aktion

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