Wasserschaden bei Parkett und Laminat beseitigen

Wasser auf Laminat und Parkett

Undichte Wasserleitungen, ein Rohrbruch oder gar Hochwasser: Wenn große Mengen Wasser ein Parkett oder Laminat überfluten, bleibt das für den Boden nie ohne Folgen. Bei der Wasserschadensbeseitigung von Holzfußböden gilt: je schneller gehandelt wird, desto geringer fällt der Schaden aus.

Parkett und Laminat nach einem Hauswasserschaden

Laminat reagiert auf Wasser weit empfindlicher als Parkett. Während sich ein leichter Wasserschaden auf einem Parkettboden meist gut reparieren lässt, ist das bei Laminat oft nicht der Fall. Wasser und Feuchtigkeit bringen die Pressholzelemente des Laminats zum Aufquellen. Häufig dehnen sich die Laminatdielen so weit, dass der Raum zwischen den Fugen nicht mehr ausreicht und die Dielen brechen. Das Laminat ist dann nicht mehr zu retten. Lediglich bei schwimmend verlegtem Laminat können unter Umständen noch einzelne Leisten ausgetauscht werden.

Bei Parkett sind insbesondere kleinere Wassserflecken oft gut zu reparieren. Nach dem Abschleifen sieht man dem Parkett den Wasserschaden oft nicht mehr an. Gefährlich wird es für Parkett allerdings dann, wenn das Wasser über längere Zeit hinweg auf dem Boden steht. Daher gilt für beide Bodenarten, dass das Wasser schnellstmöglich entfernt wird.

Stehendes Wasser dringt in die Konstruktion der Böden ein und kann dort dann irreparable Schäden verursachen. Verbleibt Feuchtigkeit im Boden, bildet sich dort gerne Schimmel, was in der Folge oft weitere Schädlinge anzieht. Nach dem Aufwischen oder Absaugen der Feuchtigkeit, sollte daher zunächst immer gut gelüftet werden. Idealerweise sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum 60 Prozent nicht überschreiten.

Trocknung der Räume und der Böden

Stand das Wasser nur kurze Zeit auf dem Boden, reicht es (gerade bei warmen Außentemperaturen) meist aus, Fenster und Türen zu öffnen und für einen Durchzug zu sorgen. Die Luft nimmt die Feuchtigkeit auf und trägt sie hinaus. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen und mit sich nach draußen ziehen. Die Trocknungsdauer kann daher durch das Aufstellen von Heizlüftern beschleunigt werden.

Bei niedrigen Außentemperaturen sowie bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit aufgrund einer starken Durchnässung des Bodens (weil das Wasser längere Zeit stand), leisten Kondens- oder Adsorptionstrockner bessere Dienste (sogenannte „technische Bautrocknung“). Da Kondenstrockner nach dem Umluftprinzip arbeiten, sollten dabei dann aber die Fenster und Türen geschlossen bleiben. Das verhindert zugleich das Eindringen feuchter Außenluft und beschleunigt auch dadurch die Trocknung. Alle nass gewordenen Möbel bis hin zu den Vorhängen und Pflanzen sollten während der Trocknung aus den Räumen entfernt werden.

Eine technische Bautrocknung belastet Fußböden jedoch enorm. Geklebte Parkettböden verlieren dadurch oft ihre Funktionstauglichkeit, da die Fugen abreißen. Wurde das Parkett verlegt, zeigen sich nach dem Wasserschaden oft starke Verformungen. Sind die Wölbungen zu stark, hilft oft leider nur noch ein Rückbau.

Vorsicht Schimmelbildung

Schimmelpilze entwickeln sich in feuchter Umgebung bereits nach nur 36 Stunden und sind anfangs in aller Regel nicht zu sehen. Bei Parkett, das längere Zeit unter Wasser stand, sollte daher immer geprüft werden, ob sich unter dem Holz und in der Dämmschicht Feuchtigkeit entwickelt hat. Auch ein darunterliegender Estrich sollte überprüft werden. Risse im Estrich und eine weiche Oberfläche sind deutliche Hinweise darauf, dass auch der Estrich ausgetauscht werden sollte. Das örtliche Gesundheitsamt hilft mit Adressen, wo Sie Gutachter für entsprechende Messungen finden. In diesen Fällen ist immer auch eine Prüfung der Böden auf Keime anzuraten. Diese können sich in der Bodenkonstruktion festsetzen. Die von ihnen ausgehende Gefahr zeigt sich dann meist erst lange nach dem Wasserschaden.

Estrich-Sanierung nach Wasserschaden

Ist der Estrich beschädigt (zeigt Risse oder ist weich), sollte er samt Dämmschicht möglichst umgehend entsorgt werden. Dadurch geben Sie dem Unterbau länger Zeit, wieder auszutrocknen. Erreicht die verbleibende Restfeuchte ein Niveau von vier Prozent, kann ein neuer Estrich verlegt werden. Da ein neuer Estrich eine Wartezeit von vier Wochen und mehr mit sich bringt, ehe die Räume wieder genutzt werden können, empfiehlt sich ein Estrich aus Tonziegel. Dieser ist bereits nach 24 Stunden belastbar und kann dann mit Parkett, Laminat oder einem anderen Bodenbelag belegt werden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Behandlung und Ausbesserung von Wasserschäden auf Fußböden zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie uns auch mit der Erneuerung und dem Verlegen Ihres Wunschfußbodens beauftragen.

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