Wasserflecken auf dem Parkett – und nun?

texture of wooden boards floor

Den Schaden begrenzen

Wasser kann einem Parkettfußboden erheblich schaden – aber nur, bei mangelnder Pflege. Kommt Wasser auf den Boden, muss man daher nicht in Panik geraten: Wer ein Glas Wasser verschüttet, der hat nicht gleich den gesamten Fußboden ruiniert. Wichtig ist, wie man auf solche Pfützen reagiert. Die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit sollte daher kein Argument sein, um sich gegen einen natürlichen Holzfußboden zu entscheiden. Holz kann schon etwas Wasser vertragen. Wer ein Glas Wasser verschüttet, sollte es zeitnah aufwischen – und zwar mit trockenen Tüchern. Dann besteht auch keine Gefahr, dass der Boden aufquillt oder hässliche Wasserflecken entstehen, die den Boden dauerhaft verschandeln. Eine Nachpflege ist in dem Fall auch nicht nötig.
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Holzboden
Wasserflecken können nur dann entstehen, wenn das Wasser nicht weggewischt wird. Dann zieht das Wasser in das Holz ein. Es reagiert mit der Gerbsäure im Holz. So entstehen die dunklen Wasserflecken. Aber auch das ist kein Grund für Panik: Die meisten Flecken kann man auch ohne Hilfe eines Handwerkers entfernen. Wer versiegeltes Parkett hat, kann es an der Stelle, an der die Wasserflecken sind, leicht abschleifen. Der Fleck wird dann mit Holzreiniger behandelt und sollte dadurch verschwinden. Anschließend wird neuer Siegellack auf die abgeschliffene Stelle aufgetragen, um sie wieder zu verschließen. Es wird aber immer ein leichter Farbunterschied bei der neu versiegelten Stelle zu sehen sein. Wer hingegen das gesamte Parkett vom Profi irgendwann abschleifen und neu versiegeln lässt, der beseitigt auch den Farbunterschied ganz. Das sollte man jedoch erst machen, wenn der Boden abgenutzt ist. Denn ein Parkettboden kann im Laufe der Zeit im Schnitt drei bis vier Mal abgeschliffen werden. Dann wird ein neuer Boden fällig.

Bei geöltem Holzboden leichter

Leichter ist die Beseitigung von Wasserflecken bei einem geölten Boden: Der Fleck wird ebenfalls mit Holzreiniger behandelt. Dann sollte er einige Zeit trocknen. Die Behandlung kann ein zweites Mal wiederholt werden, wenn der Fleck nicht sofort verschwunden ist. Im Anschluss wird die behandelte Stelle wieder mit einem speziellen Pflegeöl nachgeölt. Wasserflecken aus einem verschütteten Glas sind also kein extrem schädigendes Problem für einen Parkettboden. Wasser in großen Mengen ist hingegen gefährlich. Ein Wasserrohrbruch kann einem Holzboden etwa stark schaden: Das Holz saugt das Wasser auf und quillt auf. Das Wasser muss schnellstmöglich entfernt werden. In vielen Fällen muss Parkett nach einem Wasserschaden jedoch komplett ausgetauscht werden. Das übernimmt meist die Hausratversicherung. Die übernimmt auch die Sanierung des bisherigen Bodens, wenn der noch zu retten ist. Das sollte jedoch ein Fachbetrieb übernehmen.

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