Den richtigen Parkettkleber finden

Die richtige Wahl

Wenn ein Parkettboden seinem Besitzer dauerhaft Freude bringen soll, dann ist die Wahl des richtigen Parkettklebers wichtig. Das fällt aber selbst manchen Profis nicht immer leicht, denn die Auswahl an unterschiedlichen Klebern ist mittlerweile schier unendlich.

Um den passenden Parkettkleber zu finden, sind daher zunächst einige grundlegende Fragen zu klären.

Eine besonders große Rolle bei der Wahl des richtigen Klebers spielt der Untergrund des Fußbodens. Wichtig ist aber auch, welches Parkett mit dem Untergrund verklebt werden soll. Unterbau und Parkett selbst haben aber auch Einfluss auf die Menge des benötigten Klebers – und damit auf die letztendlichen Kosten. Es gibt etwa Untergründe und auch Holzböden, die viel Kleber aufsaugen. Daher wird mehr Kleber benötigt. Bei lackierten Flächen – egal ob Untergrund oder die Trägerschicht des Parketts an der Unterseite – dauert es länger, bis der Kleber angenommen wird und trocknet. Das hat den Vorteil, das noch Korrekturen gemacht werden könne, wenn beim Verkleben Fehler passieren.

Nicht nur große Unterschiede beim Material spielen eine Rolle, sondern auch bei den Klebern. So gibt es etwa drei Kategorien an Parkettklebern:

  • Wasserfreie Kleber
  • Wasserhaltige Dispersionskleber
  • Kunstharzkleber auf Lösemittelbasis

Der Kunstharzkleber hat sehr gute Klebeeigenschaften. Dennoch sollten sie nicht unbedingt verwendet werden, schon gar nicht in der Wohnung – solange es sich vermeiden lässt. Denn Kunstharzkleber auf Basis von Lösungsmitteln sind nicht nur umweltschädlich, sie geben auch schädliche Stoffe an die Luft ab, sobald sie in einem Zimmer zum Kleben genutzt werden.

Emissionsarm sind hingegen die Dispersionskleber und die wasserfreien Universalkleber. Der wasserfreie Kleber lässt sich bei dem größten Teil der Parkettböden sehr gut verarbeiten. Da sie wasserfrei sind, eignen diese sich besonders gut für empfindliche Holzböden, die stark auf Feuchtigkeit reagieren. Heimwerker sollten jedoch vorsichtig mit diesem Kleber sein: Er härtet sehr schnell aus, nachträgliche Korrekturen sind damit schwierig. Eine korrekte und schnelle Verarbeitung ist notwendig. Etwas leichter ist es da mit den wasserhaltigen Klebern: Sie härten langsamer aus. Allerdings können sie nur bei Parkett zum Einsatz kommen, das nicht besonders empfindlich gegenüber Wasser ist und daher nicht sofort anfängt zu quellen. Der Dispersionskleber eignet sich zudem nur für Parkettböden mit geringer Spannung.

Empfehlungen der Hersteller

Heimwerker sollten auf die Empfehlungen der Hersteller achten, wenn sie ihren Boden wirklich selbst verlegen wollen. Zumeist empfehlen sie einen passenden Parkettkleber für ihr Produkt und geben an, wie das Holz am besten verklebt werden wollte. Bevor Heimwerker allerdings loslegen und schlimmstenfalls einen Boden falsch verkleben und dann teuer sanieren – oder sogar ganz entsorgen – lassen müssen, sollten sie im Zweifel Rat bei einem Spezialisten einholen. Soll das Parkett wirklich verklebt werden, sollten auch begabte Heimwerker darüber nachdenken, die Arbeit einer Fachfirma zu überlassen, denn es gibt viele mögliche Fehler bei dieser Arbeit: Der Kleber kann schnell zu dick oder zu dünn aufgetragen werden. Außerdem muss man ihm die richtige Zeit zum Abbinden lassen. Wer den Kleber falsch nutzt, der kann Unregelmäßigkeiten im Boden verursachen – oder schadhafte Dämpfe freisetzen. Auch eignen sich manche Untergründe nicht für das Verkleben von Parkett, etwa wenn der Unterbau unregelmäßig und schief ist oder nicht gut genug gesäubert. Das alles hat Auswirkungen auf den Fußboden, den auch der richtige Kleber nicht wettmachen kann.

Bild – Urheber: yunava1

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