Die richtige Pflege für Ihren Parkettboden

Wenn Sie sich für einen Parkettfußboden entschieden haben, möchten Sie, dass dieser möglichst lange ohne Kratzer, Schlieren oder Verfärbungen Ihren Wohnbereich verschönert. Obwohl der Holzfußboden mit den Jahren der Nutzung eine unverwechselbare Patina erhält, sollte diese jedoch nicht von unsachgemäßer Behandlung zeugen. Die richtige Parkettpflege ist deshalb das A und O, damit Ihr Holzfußboden viele Jahre der Beanspruchung unbeschadet übersteht.

Was Sie bei der Parkettpflege unbedingt beachten sollten

Ob geölt, gewachst oder lackiert: Jedes Parkett verlangt zumindest ein Minimum an Aufmerksamkeit. Obwohl allgemein unter dem Begriff „Parkettpflege“ zusammengefasst, unterscheiden Anbieter von Parkett-Pflegesystemen zwischen „Reinigung“ und „Pflege“. Mit der Reinigung, auch Unterhaltsreinigung oder Unterhaltspflege genannt, ist die tägliche beziehungsweise wöchentliche Reinigung des Parketts gemeint. Der Begriff Pflege bezieht sich hingegen auf die regelmäßige Behandlung des Holzfußbodens mit pflegenden Ölen oder Emulsionen, um die allgemeine Widerstandskraft des Parketts zu erneuern. Die Pflege wird in größeren Zeitabständen ausgeführt, meist ein- bis dreimal jährlich.

Unabhängig davon, um welche Art von Parkett Sie sich kümmern möchten, gelten grundlegende Regeln, die in jedem Fall zu beachten sind.

  • Den Parkettboden möglichst wenig beanspruchen: Es reicht zumeist, das Parkett mit einem weichen Besen oder dem Staubsauger von grobem Schmutz zu befreien und Staub mit einem weichen Baumwolltuch trocken abzuwischen.
  • Nur nebelfeucht wischen: Zuviel Feuchtigkeit bei der Reinigung strapaziert das Parkett unnötig. Durch zu viel Wasser kann das Holz aufquellen und somit fleckig und anfällig für Kratzer und Schmutz werden.
  • Verschüttete Flüssigkeiten sofort aufwischen, bevor sie Flecken bilden oder ins Holz eindringen können. Hartnäckige Flecken können mit etwas Spiritus beseitigt werden.
  • Ausschließlich passende Parkettreiniger nutzen: Aggressive Reinigungsmittel wie Scheuermilch, Dampfreiniger, Laugen oder Säuren haben bei der Parkettpflege nichts zu suchen, da sie das Holz empfindlich schädigen.

Die richtige Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur für Wohnungen mit Parkett

Auch ein gutes Raumklima wirkt sich förderlich auf jede Art von Parkett aus, da es das Quell- und Schwundverhalten des Holzbodens gering hält. Eine optimale Luftfeuchte von 55 bis 65 Prozent bei Raumtemperaturen zwischen 18° und 22° C verhindert ein zu starkes Austrocknen des Parketts während der Heizperiode. In den so entstehenden Fugen und Spalten kann sich Schmutz ablagern. Zudem wirkt ein zu trockenes Parkett schnell stumpf und nicht mehr ebenmäßig.

Die tägliche Reinigung von geöltem und gewachstem Parkett

Geöltes oder gewachstes Parkett ist nach wie vor ein beliebter Klassiker im Wohnbereich. Das Öl oder ein Gemisch aus Öl und Hartwachs wird auf den Fußboden aufgetragen und dringt tief in das Holz ein. Es behält zudem seinen natürlichen Charakter und kleine Kratzer können sofort ohne großen Aufwand ausgebessert werden.

Im Gegensatz zu lackiertem Parkett verlangt diese Oberflächenbehandlung mehr Pflege. Da geöltes und gewachstes Parkett anfälliger für Schmutzablagerungen und Schäden durch Feuchtigkeit ist, sollte man in der Unterhaltspflege vorwiegend auf eine Trockenreinigung setzen. Dazu genügt es, täglich groben Schmutz und kleine Steinchen vorsichtig mit einem weichen Besen oder dem Staubsauger aufzunehmen. Wichtig: Grobe Verunreinigungen sollten von oben entfernt werden. Also nicht über den Fußboden geschoben werden, da sonst sofort Kratzer entstehen können. Anschließend können Sie den feinen Schmutz und Staub mit einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz oder einem weichen Baumwolltuch entfernt werden.

Eine Nassreinigung sollte vor allem bei geölten oder gewachsten Parkettböden mit maximal nebelfeuchtem Auftrag vorgenommen werden, da das offenporige Holz sonst zu viel Wasser aufnimmt und aufquillt. Dem Wischwasser beigemischte Pflegemittel wie Holzbodenseife pflegen den Boden beim Reinigen und verleihen ihm neuen Glanz. In keinem Fall sollten hier fettlösende Reiniger wie Allesreiniger oder Spülmittel verwendet werden, da sie die Ölschicht des Parketts regelrecht abtragen.

Um Kratzer zu vermeiden sollte Parkett mit einem weichem Baumwolltuch abgewischt werden. Das Bild zeigt einen staubigen Holzfußboden, von dem eine Hand mit Lappen den Schmutz entfernt

Die Intensivpflege mit Öl und Wachs erneuert den Fußbodenschutz

Selbst bei regelmäßiger und gewissenhafter Parkettpflege kann sich die Öl- oder Wachsschicht durch den täglichen Gebrauch abnutzen: Flecken, Wassereintritt und ein unregelmäßiges und stumpfes Erscheinungsbild sind die Folge. Je nach Beanspruchung verlangen geölte und gewachste Parkettböden deshalb eine regelmäßige Erneuerung des Grundschutzes. Planen Sie also am besten mindestens einmal jährlich einen Neuauftrag von Öl oder Wachs ein.

Mit einem speziellen Intensivreiniger werden die Reste des alten Öl- oder Wachsauftrags und vor allem hartnäckiger Schmutz zuerst entfernt. Anschließend erhält das Parkett einen neuen Auftrag mit Öl oder Hartwachsöl. Dieses Verfahren ist völlig ausreichend, um den Grundschutz des Parketts zu erneuern und tiefsitzende Verunreinigungen zu entfernen. Bei tiefen Kratzern und sehr starker Abnutzung kann nur noch das Abschleifen der Nutzschicht mit anschließendem Pflegeauftrag helfen.

Mit der richtigen Reinigung und Pflege bleiben lackierte Parkettböden lange schön

Lackiertes Parkett ist besonders in der täglichen Reinigung nahezu anspruchslos. Da das Holz durch den Lackauftrag vollständig versiegelt ist, können weder Wasser noch Schmutz in die Poren eindringen. Dennoch benötigt auch lackiertes Parkett ein wenig Rücksicht in der täglichen Reinigung.

Wie bei geölten und gewachsten Böden ist auch bei lackiertem Parkett eine Trockenreinigung mit dem Staubsauger oder einem weichen Baumwolltuch meist ausreichend. Durch nebelfeuchtes Wischen mit schwarzem Tee verleihen Sie lackierten Holzböden frischen Glanz und beseitigen sogar Bakterien auf der Oberfläche. Lackiertes Parkett ist unempfindlicher gegen Schmutz und Feuchtigkeit, reagiert aber sehr viel stärker auf mechanische Belastung. Deshalb sollten Sie hier in keinem Fall groben Schmutz über das Parkett schleifen und niemals harte Besen oder Mikrofasertücher zur Reinigung verwenden.

Durch die vollständig versiegelte Oberfläche ist eine Intensivpflege bei lackiertem Parkett nicht nötig und auch nicht möglich. Aufbauende Pflege für den Lack erreichen Sie mit speziellen Lackpflegemitteln, die regelmäßig nach der Reinigung aufgetragen werden. Kleine Kratzer oder Dellen lassen sich außerdem mit Hartwachs oder Spezialstiften ausbessern, so dass schnell wieder eine ebenmäßige und vollständig geschützte Bodenfläche hergestellt werden kann. Ist lackiertes Parkett jedoch zu stark beansprucht, muss der Boden komplett abgeschliffen und neu lackiert werden.

Professionelle Parkettaufbereitung vom Profi

Eine komplette Parkettaufbereitung kann meist nur von professionellen Parkettdienstleistern durchgeführt werden. Sie verfügen über entsprechende Geräte wie Schleif- und Poliermaschinen und erkennen den individuellen Pflegebedarf eines beanspruchten Parkettfußbodens sofort. So ist es beispielsweise wichtig, bei einer Komplettrenovierung des Parketts nicht zu viel von der Holznutzschicht abzutragen. Auch der gleichmäßige Auftrag von Parkettlack oder Hartwachsöl kann meist nur von einem erfahrenen Profi ausgeführt werden.

Haben Sie Fragen zur richtigen Parkettpflege oder wünschen Sie eine fachgerechte Beratung zur Parkettrenovierung? Wir stehen Ihnen mit unserem Know-how zur Verfügung. Rufen Sie uns gern an unter +49 30 810 34 190 oder schreiben Sie uns eine E-mail.