Die verschiedenen Parkettarten und ihre Vor- und Nachteile

Parkettböden werden schon seit über hundert Jahren genutzt, um Räumen das gewisse Etwas zu verleihen und ihren Boden auf praktische und gleichzeitig dekorative Weise zu gestalten. Ob besonders widerstandsfähig aus Hartholz oder verspielt mit Wappen und Ornamenten versehen – Parkett hat viele Vorzüge. Wir stellen Ihnen beliebte Parkettarten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen und Eigenarten vor.

Bambusparkett – Noch unbekannt aber jetzt schon beliebt

Neben seiner Belastbarkeit ist es vor allem die ökologische Eigenschaft, die Bambusparkett zu einem beliebten Bodenbelag macht. Das besonders schnell wachsende Gras sorgt dafür, dass die Umwelt nicht nachhaltig geschädigt wird. Bereits nach wenigen Monaten kann die Pflanze ihre maximale Größe erreichen und die Rohre beginnen anschließend zu verholzen. Bis die Hölzer vollständig ausgehärtet sind und geschlagen werden können, vergehen in der Regel allerdings noch zwischen vier und fünf Jahre. Was die Nachhaltigkeit betrifft, gibt es wohl kaum ein anderes Holz, welches so streng angebaut und kontrolliert wird wie der Bambus.

Der hölzerne Fußboden besteht in der Regel aus vielen einzelnen Bambusstreifen. Die Qualität leidet darunter aber keineswegs. Man kann diesen Fußboden ebenso behandeln und abschleifen wie auch andere herkömmliche Hölzer. Das Verlegen von Bambusparkett erfolgt entweder schwimmend oder vollflächig verklebt. Der neue Bodenbelag kann entweder mit Lacken oder Ölen behandelt werden. Bambus hat ein ganz besonderes Erscheinungsbild, welches sich auf jeden Fall lohnt. Die Rohre weisen in regelmäßigen Abständen Verdickungen auf und sorgen für ein interessantes Farben- und Musterspiel.

Diese Vorteile haben Sie mit einem Parkettboden aus Bambusrohren

Die Oberfläche dieses Parkettbodens ist extrem hart und ist somit bestens für Räume geeignet, die sehr häufig beansprucht werden. Spitze Absätze oder andere Gefahren sind kein Problem für Bambus, denn er ist resistent gegen Verformungen. Auch Unterschiede in der Luftfeuchtigkeit sind kein großes Problem für den resistenten Fußboden. Im Vergleich zu anderen hölzernen Belägen quillt dieser seltener auf und ist somit weniger empfindlich. Die Langlebigkeit des Fußbodens hat zum Vorteil, dass die Abstände zwischen dem Renovieren oder den Aufbereitungen besonders lang sind.

Birkenparkett – das günstige Parkett für das modern-gemütliche Zuhause

Birkenparkett ist ein helles Parkett, das sich besonders gut für kleine Wohnräume eignet, die groß rauskommen sollen. Denn je heller der Boden ist, desto größer wirkt ein Raum. Die Farbe des Birkenholzes changiert zwischen einem gelblichen Weiß und cremefarbenen Tönen. Lackiert erweckt Birkenparkett einen leicht wolkigen Eindruck, geölt entsteht ein seidig schimmernder Glanz, der an Perlmutt denken lässt. Birkenparkett ist gut geeignet für alle, die es zu Hause gemütlich, zugleich aber auch modern lieben.

Das Holz europäischer Birken stammt meist aus Skandinavien oder dem Baltikum. Hierzulande galt Birke in den Wäldern lange als waldschädliches „Unholz“ oder gar „Unkraut“. Diesen etwas zweifelhaften Ruf verdankt der Baum unter anderem seinem Pioniercharakter. Nach Sturmschäden sind es meist die Birken, die die freien Flächen zuerst besiedeln. Im Vergleich zu anderen Baumarten ist der Pflegeaufwand für die Fortwirtschaft zudem relativ hoch, bei eher geringer Volumenleistung. Aus diesen Gründen beschränkte sich die holzwirtschaftliche Nutzung der Birke in der Vergangenheit hauptsächlich auf Gebiete wie Finnland und Schweden, in denen es andere Baumarten schwer haben. In den letzten Jahren kam es hierzulande jedoch zu einem Umdenken. Dank ihres raschen Wachstums stellen bereits die unteren Altersklassen durchaus bedeutsame Holzvorräte dar. Birken aus Mischwäldern erreichen allerdings aufgrund diverser Anbauprobleme meist nicht die von Parkettholz geforderte hohe Qualität.

Birkenparkett eignet sich vor allem für Wohn- und Schlafräume

Als natürlich heller Bodenbelag wird Birkenparkett gerne in kleinen Räumen verlegt, die größer wirken sollen. Dieser Effekt lässt sich steigern, wenn statt kleiner Parkettstäbe möglichst große Stäbe oder sogar Landhausdielen gewählt werden. Die helle Farbe des Bodens öffnet optisch den Raum, während die Größe der Dielen bzw. der Parkettstäbe zugleich eine gewisse Großzügigkeit suggerieren. Im Gesamtbild wirkt der so ausgelegte Raum größer. In Kombination mit modernen Möbeln und Einrichtungen schafft Birkenparkett eine frische Atmosphäre, in der es sich einfach gut leben lässt.

Tafelparkett – die Königin der Parkettfußböden

Die wohl vornehmste Art des Parketts ist das sogenannte Tafelparkett, auch bekannt als Französisches Parkett. Früher war es nur in prächtigen Palästen wie Versailles zu bewundern. Ob imposante Empfangshallen, prächtige Tanzsäle oder prunkvolle Salons: seit jeher werden besonders edle Räume mit dieser Art Parkett ausgestattet. Tafelparkett besteht aus verschiedenen Holzelementen, die zu geometrischen Mustern wie Sternen, Rauten oder Würfeln zusammengefügt und dann auf eine quadratische Trägerplatte, die Tafel, aufgebracht werden. Häufig werden dabei auch verschiedene Holzarten kombiniert, sodass eindrucksvolle Kontraste von Farben und Maserungen entstehen. So lassen sich durch geschicktes Verlegen eindrucksvolle Muster erzielen, die einen besonderen Blickfang darstellen. Die einzelnen Tafeln des Tafelparketts werden auch heute noch in Handarbeit hergestellt. So können bei der Produktion individuelle Wünsche oder historische Vorlagen detailgenau umgesetzt werden.

Mit verschiedenen Effekten arbeiten und Ornamente einfügen

Die beliebteste und am häufigsten gebrauchte Holzart für Tafelparkett ist Eiche. Darüber hinaus kommen auch andere Hölzer wie Nussbaum, Kirsche, Ahorn oder Teak zum Einsatz. Durch die Kombination von verschiedenen Holzarten können unterschiedlichste Effekte erzielt werden. Auch ist es möglich, auf diese Weise Schriftzüge, Wappen oder andere Ornamente einzuarbeiten – die sogenannten Intarsien. Sollen Intarsien eingearbeitet werden, kommen bei der Herstellung zusätzlich Lasergeräte zum Einsatz. Diese filigranen Details müssen sehr passgenau gearbeitet sein und können daher nicht wie die geometrischen Elemente des Tafelparketts mit CNC-Fräsen hergestellt werden.

Industrieparkett – Hingucker im Wohnzimmer

Da Industrieparkett aus Resten gefertigt wird, die bei der Produktion von Mosaik- oder Stabparkett anfallen, lässt es sich auch aus allen Holzarten anfertigen, die für Mosaikparkett beziehungsweise Stabparkett verwendet werden. Es gibt Hochkantlamellenparkett unter anderem aus den Hölzern von Eiche, Lärche, Nussbaum, Buche oder Fichte. Auch exotische Hölzer können hier verwendet werden. Egal welches Holz verwendet wird: Der Bodenbelag wirkt sehr rustikal, denn die Oberflächen zeigen unterschiedliche Farbnuancen. Das kann einem Raum den besonderen Pfiff verleihen.

Die Vorteile von Industrieparkett

Industrieparkett ist sehr belastbar und stabil. Es wird deshalb oft in stark frequentierten Bereichen verlegt. Aber auch in Wohnzimmern oder Fluren hält das strapazierfähige Industrieparkett immer häufiger Einzug. Gerade durch sein unregelmäßiges Bild bietet es einen exklusiven Boden, der einem Raum das besondere Etwas verleihen kann. Früher war Industrieparkett quasi ein Abfallprodukt und deshalb sehr günstig zu haben. Die steigende Nachfrage treibt aber auch den Preis nach oben, weswegen es inzwischen meist nicht mehr viel günstiger als das klassische Mehrschichtparkett ist.

Ahorn-Parkett – das macht den beliebten Klassiker aus

Parkett aus Ahorn hat eine Brinellhärte von 30 und zählt damit zu den mittelharten Hölzern. Zugleich brilliert es mit einer hohen Elastizität. Das macht es besonders widerstandsfähig gegen Abnutzung, sodass Ahorn-Parkett besonders langlebig ist. Da Ahorn-Parkett allerdings nicht witterungsbeständig ist, eignet es sich nur für den Innenbereich. Zudem ist Ahorn-Holz sehr kleinporig und daher gut zu reinigen. Doch nicht nur die baulichen Eigenschaften sind für die große Beliebtheit von Ahorn-Parkett verantwortlich. Die Maserung von Ahorn-Parkett ist sehr gleichmäßig und dezent und fällt weiß bis cremefarben, bei kanadischem Ahorn auch leicht rötlich aus. Durch diese Optik verleiht Ahorn-Parkett Räumen eine warme und freundliche Atmosphäre und sorgt für einen großzügigen Gesamteindruck des Raumes.

Weitere Vorteile von Ahorn-Parkett

Dank seiner gleichmäßigen Maserung und hellen Optik passt Ahorn-Parkett zu vielen verschiedenen Einrichtungsstilen. Als Landhausdiele fügt es sich perfekt in ein ländliches Ambiente ein; modernen Wohnräumen verleiht es einen Hauch von Gemütlichkeit und Wärme. Durch beizen, ölen, lackieren oder einfärben kann das gut bearbeitbare Ahorn-Parkett zudem gezielt bestimmen Einrichtungswünschen angepasst werden. Bei Sonneneinstrahlung dunkelt Ahorn-Parkett ebenso wie andere Holzarten nach.

Parkett aus dem Holz der Eiche

Das Holz der Eiche ist bei Möbelbauern, Hausbauern und Parkettherstellern gleichermaßen beliebt: Seit Jahrhunderten schätzen Handwerker das harte und langlebige Holz des heimischen Baumes. Es findet sich nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch in Außenbereichen wieder. Zudem ist es wandlungsfähig: Parkett aus Eichenholz gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Farbvarianten. Da findet sich für jeden Geschmack der perfekte Boden für das eigene Zuhause.

Die Vorteile und Eigenheiten von Eichenparkett

Der klassische, natürliche Eichenboden ist hell, hat eine sanfte Maserung und etwas dunklere Astlöcher. Er passt perfekt in fast jeden Raum und zu jeder Dekoration. Durch verschiedene Behandlungen, etwa Kalken oder Ölen, lassen sich den Eichendielen jedoch zahlreiche unterschiedliche Farben verleihen. So gibt es etwa Eiche hell, wobei das Parkett gebürstet und dann mit hellen Ölen behandelt wird. Es entstehen unterschiedliche Effekte. Das gleiche gilt für dunklere Farbvarianten: Sie werden etwa blau oder braun geölt, aber in den meisten Verarbeitungsvarianten zuvor geräuchert. Dadurch entsteht eine breite Farbpalette dunkler Hölzer von Braun über Blau bis hin zu Schwarz. Der Boden passt sowohl zu rustikal eingerichteten Wohnungen, in denen sich viel Holz wiederfindet, als auch zu modernen Einrichtungen mit viel Stahl und Glas.

Eiche gehört zu den besonders langlebigen Parkettsorten, denn es ist besonders hart und belastbar. Allerdings gilt bei Eiche, ebenso wie bei anderen Parkettböden: Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte nicht zu hoch sein, sonst quillt das Holz auf. Auch sollte es nebelfeucht gewischt werden und mit einem speziellen Staubsaugeraufsatz gesaugt werden, um etwa Kratzer durch kleine Steinchen oder zu harte Bürsten zu vermeiden. Eiche lässt sich – entgegen landläufiger Meinung – allerdings auch im Badezimmer einsetzen. Dafür muss es allerdings speziell versiegelt werden. Nicht jedes Eichenparkett eignet sich automatisch für einen Einsatz in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Schiffsboden-Parkett – Der beliebte Klassiker

Mit dem Begriff Schiffsboden-Parkett bezeichnet man nicht das Material eines Holzbodens oder den Bereich, wo er zum Einsatz kommt, sondern eine bestimmte Art und Weise, Parkett zu verlegen. Dabei werden die einzelnen Holzdielen parallel nebeneinander leicht versetzt verlegt. Dieses Verlegemuster erinnert an alte Schiffsdecks und in der Tat fertigten schon die Wikinger so ihre Schiffsböden. Doch nicht nur im hohen Norden hat der maritime Einrichtungsstil viele begeisterte Anhänger. Neben Vintage-Möbeln, besonderen Tapeten und Deko-Objekten lässt sich auch mit Schiffsboden-Parkett ein Hauch maritimen Lebensgefühls in die eigenen vier Wände holen. Von modern bis rustikal harmoniert Schiffsboden-Parkett jedoch auch mit jedem anderen Einrichtungsstil. Mit Schiffsboden-Parkett soll der rustikale Charme alter Segelschiffe in Wohnbereiche gebracht werden. Je nach Holzart und Farbe eignet es sich aber auch für moderne Einrichtungsstile.

Die Vorteile von Schiffsboden-Parkett

Schiffsboden-Parkett ist vom hochwertigen Massivparkett bis zum preisgünstigeren Fertigparkett in unterschiedlichen Ausführungen verfügbar. Die große Beliebtheit von Schiffsboden-Parkett und die damit verbundene hohe Nachfrage sorgen dafür, dass sich heutzutage fast jeder, unabhängig vom jeweiligen Budget, über dieses besondere Flair freuen kann.

Für Schiffsboden-Parkett eignet sich jede für Parkett gebräuchliche Holzart. Von hellen Hölzern wie Buche oder Birke über die dunklere Eiche bis hin zur rötlichen Edelkirsche. Damit sind dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt und Schiffsboden-Parkett lässt sich mit jedem Einrichtungsstil kombinieren, denn durch das parallel verlaufende Verlegemuster wirkt Schiffsboden-Parkett besonders beruhigend und verleiht jedem Raum eine entspannende Optik. Zudem eignet sich dieses Verlegemuster besonders bei kleineren, gedrungenen Räumen, da diese durch Schiffsboden-Parkett optisch gestreckt werden können.

Furnierparkett – eine günstigere Alternative

Das Furnier ist ein dünnes Holzblatt, dass direkt vom Stamm abgeschnitten wird. Es ist ein besonderes Sägeverfahren notwendig. Der Begriff stammt vom französischen Wort „fournir“ ab, was soviel bedeutet wie „bestücken“. Denn im 16. Jahrhundert wurde damit begonnen, gewöhnliches, heimisches Holz mit einer dünnen Schicht aus Edelholz zu bestücken.Ähnlich wie ein Laminatboden ist das Furnierparkett aus drei Schichten aufgebaut. Als Basis dient meist eine HDF-Platte, also eine hochdichte Faserplatte. Darauf kommt eine besonders harte Platte aus hochverdichteten Holzfasern. Dies ist die Trägerschicht. Sichtbar ist ganz obenauf schließlich die dünne Nutzschicht. Nur diese Nutzschicht ist aus Echtholz gefertigt und normalerweise etwa einen Millimeter dick. Diese Nutzschicht ist das sogenannte Furnier. Es wird zum Abschluss auf die verdichteten Platten geklebt. Oft werden teure Edelhölzer verwendet.

Es gibt Furnierparkett im Landhausstil oder im Stil von Schiffsparkett. Es gibt matte Varianten und glänzend lackierte, ebenso gibt es eingefärbte und geölte Hölzer. Besonders interessant kann Furnierparkett sein, wenn Sie sich vor allen Dingen für ein edles und seltenes Edelholz interessieren. Denn für einen Boden mit Edelholz-Furnier ist der Bedarf an den teuren Hölzern sehr viel geringer – weniger Bäume müssen geschlagen werden und der Preis ist nicht so hoch, wie bei einem Massivholzboden aus Edelholz.

Die Vor- und Nachteile von Furnierparkett

Furnierparkett hat einige Vorteile, vor allem für den kleinen Geldbeutel:

  • Das Furnierparkett ist günstig, das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut
  • Der Boden eignet sich etwa für Mietwohnungen oder Kinderzimmer, wenn man dort nicht viel Geld investieren möchte
  • Die Aufbauhöhe von Furnierparkett ist sehr niedrig. Es eignet sich gut für Altbaurenovierungen
  • Das Furnierparkett ist nicht so anfällig für Temperaturschwankungen wie Massivholzparkett
  • Laien können es durch ein Klick-System relativ leicht selbst verlegen

Ein großer Nachteil bei Furnierparkett ist, dass man es natürlich nicht abschleifen kann. Denn unter der einen Millimeter dünnen Holzschicht befinden sich nur noch Holzfaserplatten. Das ist der Nachteil gegenüber Massivparkett oder gar Fertigparkett, die zwar teurer sind, aber so auch viel längere Zeit überdauern können.

Mehrschichtparkett – Fertigparkett mit abgeschlossener Oberflächenbehandlung

Mehrschichtparkett ist eine Alternative zum Massivparkett einerseits und zum Laminat andererseits. Es bietet sich an für alle, die den Aufwand beim Verlegen und der Pflege von Massivparkett vermeiden wollen, ohne hinsichtlich der Qualität, Haltbarkeit und Stabilität die Kompromisse eingehen zu müssen, die das Laminat erfordert.

Mehrschichtparkette können aus drei Schichten bestehen, es gibt sie allerdings auch als Zweischicht-Stäbe. Die oberste Nutzschicht besteht beim Mehrschichtparkett stets aus Vollholz. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Laminat. Dessen Oberfläche besteht aus einem Overlay mit einem zumeist fototechnisch umgesetzten Dekor, der in der Regel durch zusammengepresste Lagen aus Papier und Kunstharz entsteht.

Die Vor- und Nachteile von Mehrschichtparkett gegenüber Massivparkett

Vorteile des Mehrschichtparketts:

  • Preis: Dank günstigerer Komponenten ist Mehrschichtparkett meist günstiger als das massive Einschichtparkett.
  • Einfach zu verlegen: Typischerweise werden die Parkettelemente des Mehrschichtparketts mit Nut und Feder versehen. Sie lassen sich dadurch sehr schnell verlegen. Erhältlich sind sowohl Systeme zum Verleimen sowie Klicksysteme, bei denen die Paneele einfach zusammengesteckt werden und durch Einrasten ineinandergreifen.
  • Unempfindlicher bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen: Da die Schichten miteinander verklebt und verpresst werden, fällt das Schwinden und Quellen des Holzes beim Mehrschichtparkett geringer aus als beim klassischen Parkett.
  • Nach dem Verlegen keine Nachbehandlung notwendig: Die Laufschicht der Paneele wird bereits fertig geölt, gewachst oder lackiert geliefert. Nach dem Verlegen muss also auch nichts mehr abgeschliffen oder bearbeitet werden.
  • Austausch beschädigter Module: Während Massivparkett mit dem Untergrund verklebt werden sollte, können Sie die mehrschichtige Parkett-Variante auch schwimmend verlegen. Das sichert Ihnen den Vorteil, einzelne Teile bei Bedarf austauschen und erneuern zu können.

Nachteile des Mehrschichtparketts:

  • Aufarbeiten der Nutzschicht nicht immer möglich: Während sich Massivparkett problemlos viele Male abschleifen und so erneuern lässt, ist dies bei Mehrschichtparkett nur bei einer dicken Nutzschicht möglich. Wer möglichst lange etwas von seinem Parkett haben will, sollte daher immer auch nach der Dicke dieser Schicht fragen.
  • Verlegemuster: Das einmal gewählte Verlegemuster der Oberfläche kann nicht mehr geändert werden. Eine individuelle Anpassung des Parketts auf die Lichtverhältnisse eines Raum kann dadurch nicht so gezielt erfolgen wie das mit massiven Parketten der Fall ist.

Parkett aus Tropenholz – mit Vorsicht exklusive Hölzer genießen

Tropenhölzer bieten in europäischen Breitengraden einen eher ungewohnten Anblick. Sie sind hier seltener und haben damit auch etwas sehr Exklusives. Oftmals sind Böden aus diesen Materialien teurer, als Parkett aus europäischen Hölzern. Das zahlt sich in der Optik aber aus, wenn man die Beschaffenheit und Farbe von Teak oder Doussie bevorzugt.

Auf Nachhaltigkeit achten

Allerdings sollte man beim Kauf eines solchen Parkettbodens auf die Herkunft achten und ihn nicht möglichst günstig erwerben. Die edlen Hölzer werden etwa aus Südasien, Südamerika oder Afrika nach Deutschland importiert, um daraus exklusives Parkett zu machen. Allerdings gibt es schwarze Schafe unter den Lieferanten: Holz wird geschlagen und für das schnelle Geld exportiert – ohne auf die Nachhaltigkeit zu achten. Das zerstört ganze Wälder und führt zu einer ökologischen Katastrophe, die die ganze Welt betrifft und nicht nur die fernen Regionen. Wer sich für einen Holzfußboden entscheidet, wählt ihn aber oft gerade deshalb aus, weil er nachhaltig ist und umweltfreundlich. Ärgerlich wäre es dann, wenn man mit dem Kauf zur Zerstörung des Regenwalds beiträgt.

Das bedeutet aber nicht, dass Europäer ganz auf tropische Hölzer verzichten müssen. Vielmehr sollte man lediglich darauf achten, welches Holz man kauft. Es gibt mittlerweile Siegel und Zertifikate, die zeigen, dass Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt, wer es ausgeliefert hat und wo es zum Parkettboden verarbeitet wurde. Wer darauf achtet, der kann sicher sein, einen exklusiven Boden unter ökologischen, nachhaltigen und sozialen Gesichtspunkten gekauft zu haben.

Renommierte Hersteller von Parkettböden achten sehr auf die Herkunft ihrer Hölzer. Führende Unternehmen zertifizieren zumeist ihre tropischen Holzböden und kontrollieren oftmals auch vor Ort die Bedingungen, unter denen die Bäume gefällt werden. Dabei geht es nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um faire Löhne und Arbeitsbedingungen.
Wer einen Parkettboden aus tropischen Hölzern kaufen möchte, der sollte sich also sorgfältig informieren und auf die Zertifizierung des Bodens achten. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Händler nach der genauen Herkunft und den jeweiligen Siegeln zu fragen. Das gilt aber nicht nur für tropische Hölzer. Auch Parkett aus heimischem Holz sollte nachhaltig gewonnen werden. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Zertifizierungen – und im Zweifel sind Nachfragen angebracht.

Fischgrätparkett – ein eleganter und zeitloser Klassiker

Fischgrätparkett ist auch heute noch ein beliebtes Verlegemuster für Parkettfußböden. Das beliebte Muster kopiert die Anordnung der Gräten im Fischskelett und ist schon aus prähistorischer Zeit bekannt. Dabei wird das Fischgrätparkett vor allem wegen seiner Vielseitigkeit geschätzt. Es ist mit vielen modernen Einrichtungsstilen kombinierbar und bietet dank neuer Materialien und Verlegetechniken noch mehr Einsatzmöglichkeiten in robuster Qualität. Das Fischgrätparkett in seiner heutigen Form ist eine Mischung aus jahrhundertealter Handwerkskunst und den Segnungen der Industriealisierung.

Fischgrätparkett lässt sich mit mehreren Varianten in der Mustergestaltung verlegen, die je nach Raumgröße und Lichteinfall interessante Effekte bieten. Charakteristisch ist allen Verlegevariationen, dass die einzelnen Stäbe in einem geordneten Verband in gleichmäßigen Winkeln zueinander ausgerichtet sind.
Das Fischgrätmuster in seiner einfachen Form mit zwei an der Spitze rechtwinklig angeordneten Stäben bildet dafür die Basis.Dieses Grundmuster kann durch die Anordnung mit jeweils zwei oder drei Stäben noch dynamischer gestaltet werden. Die Verwendung unterschiedlich gefärbter Stäbe verleiht dem Muster zusätzliche Prominenz. Um schöner zur Geltung zu kommen und die räumliche
Gestaltung nicht zu stark zu dominieren, wird dieses variierte Fischgrätparkett jedoch vorzugsweise in großen Räumen verlegt.

Die Vorteile von Fischgrätparkett im Überblick

  • Vielseitig einsetzbar: Fischgrätparkett lässt sich sowohl in privaten wie auch öffentlichen Räumen jeder Größe verlegen.
  • Mit verschiedenen Einrichtungsstilen kombinierbar: Das Verlegemuster besticht durch klassische Eleganz, die moderne, rustikale und auch minimalistische Raumeinrichtungen ideal ergänzt.
  • Hervorragende mechanische Eigenschaften: Das Verlegemuster gleicht das Quell- und Schwundverhalten von Parkettholz aus und verteilt auch große Lasten optimal.
  • Interessante Kontraste im Muster möglich: Verschiedene Verlegevariationen und Holzarten bieten eine Fülle an individuellen Möglichkeiten.
  • Kann Räume größer erscheinen lassen: Durch Quer- oder Längsverlegung können Räume optisch an Breite, Länge bzw. Tiefe gewinnen.

Korkparkett in Holzoptik

Zur Herstellung von Korkparkett wird die von der Korkeiche geschnittene Rinde gepresst und zunächst zu einem großen, festen Korkblock verarbeitet. Von diesem Block werden dann feine Scheiben geschält. Diese Korkfurniere können nun auf Parket gezogen werden. Üblicherweise wird dafür heute meist eine HDF-Trägerschicht verwendet. Die eigentliche Furnierschicht aus Kork ist oft nur 2,5 Millimeter dick. Das reicht jedoch aus, um die positiven Eigenschaften von Kork genießen zu können. Inspiriert vom Siegeszug des Laminats haben sich auch beim Korkparkett längst leicht verlegbare Klicksysteme durchgesetzt. Sie ermöglichen eine leimlose und schwimmende Verlegung.

Die Vor- und Nachteile von Korkparkett

Korkparkett genießt den Ruf, ein Fußbodenbelag mit besonders warmer, ja gemütlicher Ausstrahlung zu sein. Tatsächlich zählt zu den herausragenden Eigenschaften von Kork, dass er Wärme hervorragend dämmt und so als Belag einen stets fußwarmen Boden garantiert. Damit sind längst noch nicht alle Vorteile des aus der Borke der Korkeiche gewonnenen Werkstoffs aufgezählt. Die Zellen der Borke bestehen zu rund 90 Prozent aus Luft. Das macht das Material auch so ungemein elastisch, gelenkschonend und von Natur aus schallisolierend. Dennoch ist Kork robust und abriebfest sowie leicht zu reinigen. Zudem ist er für Allergiker geeignet, antistatisch und schwer entflammbar. Kurzum: Kork ist einfach dafür geschaffen, um aus ihm edle Bodenbeläge zu machen.

Holzpflaster (Hirnholzparkett) – extrem belastbar und modern

Die Idee der Holzpflaster ist im Grunde uralt. Statt parallel zur Faser geschnittenes Holz für den Fußbodenbelag zu verwenden, wird sogenanntes Hirnholz eingesetzt. Dabei handelt es sich um Holz, das quer zur Faser geschnitten wird. Stellt man sich einen Baumstamm vor, wird das Holz also nicht entlang des Wuchses geschnitten, vielmehr wird der Stamm in Blöcke zerteilt.

Die Vor- und Nachteile von Hirnholzparkett

Die hohe Widerstandsfähigkeit von Hirnholz wird durch extreme Belastbarkeit ergänzt. Typische Anwendungen von Holzpflasterparketten finden sich entsprechend bei Böden in Werkhallen, Turnhallen, in Kirchen und generell in Räumen mit viel Publikumsverkehr. In Außenbereichen halten Holzpflaster sogar Fahrzeug- und Staplerverkehr stand. In Innenräumen dient Hirnholzparkett besonders gut als Wärme- und Trittschalldämmung.

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen zu Birkenparkett oder anderen Parketthölzern bzw. -arten. Selbstverständlich verlegen wir auch gerne Ihr Laminat oder Parkett für Sie!

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