Parkett schwimmend verlegen oder kleben? Tipps und Tricks von Domke Parkett

Es gibt zwei unterschiedliche Arten, einen neuen Parkettboden in der Wohnung zu verlegen: Der Holzfußboden kann geklebt werden oder er wird schwimmend verlegt. Alles wichtige zu den beiden Methoden sowie Vor- und Nachteile erfahren Sie bei uns.

Parkett kleben

Die Methode, Parkett zu kleben, war schon nach dem zweiten Weltkrieg beliebt. Als Unterbau wird Estrich verwendet, der eine gute Fläche für das Holz bietet und dadurch optimal verklebt werden kann. Durch das Verkleben der Holzdielen entstand eine glatte und vor allem dichte Oberfläche.

Parkett zu kleben bedarf einiges an Erfahrung und handwerklichem Geschick und sollte bei Unsicherheit besser von einem Profi vorgenommen werden. Der Boden muss richtig vorbereitet, also grundiert und gespachtelt werden. Des Weiteren benötigt es den richtigen Kleber, der zum Estrich und dem Parkett passt.

Vor- und Nachteile bei verklebten Parkettböden

Parkett zu verkleben, gehört zu den langlebigsten und hochwertigsten Verarbeitungstechniken bei Holzböden und ist daher etwas kostenintensiver als das Parkett schwimmend zu verlegen. Auch das Einbauen von verklebtem Parkett benötigt aufgrund der Untergrundvorbereitung mehr Zeit. Dennoch überzeugt die Klebe-Technik durch eine lange Haltbarkeit und hervorragende Qualität.

Ein weiterer Vorteil: Geklebtes Parkett ist etwas energieeffizienter als schwimmend verlegtes Parkett. Es erwärmt sich schneller, was vor allem bei einer Fußbodenheizung von Vorteil ist.

 Zwei erfahrene Fachmänner verkleben Parkettdielen auf einem glatten Untergrund.
Bild – Urheber: Kadmy

Parkett schwimmend verlegen

Schwimmende Parkettdielen sind mit Nut und Feder versehen und werden ohne Kleber ineinander gesteckt auf dem Boden verlegt. Es ist die einfachste Art der Parkettverlegung und kann deshalb auch von geschickten Heimwerkern selbst vorgenommen werden.

Vor- und Nachteile bei schwimmendem Parkett

Die Verlege-Technik ohne Kleber wirkt sich vor allem bei großen Flächen positiv auf den Geldbeutel aus. Trotz der Ersparnis beim Verlegen des Parketts, sollten Sie bedenken, dass zwischen schwimmendem Parkett und dem Untergrund eine kleine Luftschicht entsteht. Diese wirkt sich beispielsweise bei einer Fußbodenheizung nachteilig aus, weil mehr Energie eingesetzt werden muss, um das Holz zu erwärmen. Außerdem kann sich durch die dünne Luftschicht das (meist auch dünnere) schwimmende Parkett schneller abnutzen als verklebte Dielen.

Wer aber zur Miete wohnt und die Zimmer nicht dauerhaft verändern darf oder will, ist mit schwimmend verlegtem Parkett besser beraten: Es wird nicht nur schnell verlegt, sondern kann auch schnell wieder entfernt werden.

Ein Handwerker verlegt mit wenig Werkzeug Parkettdielen indem er sie ineinander steckt

Generell ist schwimmendes Parkett „lauter“ als geklebtes: Es federt beim Auftreten nach unten, wodurch es leicht auf den Untergrund aufschlägt. Das erzeugt einen Schall, der in Nachbarräumen und in darunter liegenden Zimmern vernommen werden kann. Achten Sie deshalb bei schwimmend verlegtem Parkett stets auf eine Trittschalldämmung. In manchen Produkten ist diese bereits eingearbeitet, was das Parkett zwar etwas teurer macht, dadurch aber einen kompletten Arbeitsschritt erspart: Es muss keine separate Trittschalldämmung verlegt werden.

Was Sie bedenken sollten

Bei ineinander gestecktem Parkett muss der Untergrund eben sein, sonst können sich die Fugen lösen und auseinandergehen. Dafür muss er aber weder extra grundiert oder gespachtelt werden wie es beim verklebten Parkett der Fall ist. Wichtig ist, dass beim Verlegen eine Randfuge von etwa 1,5 Zentimetern bleibt, damit das Holz arbeiten kann, wenn es sich bei verschiedenen Temperaturen ausdehnt oder zusammenzieht. Sonst kann es schnell zu unschönen Fugenbildungen oder Aufwürfen kommen.

Was ist die beste Lösung?

Die beste Lösung beim Verlegen von Parkett gibt es nicht. Es kommt auf die individuellen Wünsche der Kunden und auf die Räumlichkeiten an. Wenn Sie Parkett im Bad oder in der Küche möchten, sollten Sie es verkleben lassen. Damit verhindern Sie, dass Feuchtigkeit zwischen die Fugen gelangt und in das Holz eindringt. Das Holz würde aufschwemmen und müsste schneller wieder erneuert werden.