Parkett – geölt oder versiegelt?

leistung4-grossViele Kunden lassen sich ihr Parkett versiegeln. Andere entscheiden sich für einen geölten Fußboden. Aber worin liegt eigentlich der Unterschied?

Es spricht sehr viel für einen geölten Parkettboden. Denn durch das Öl erhält der Fußboden eine seidenmatte Oberfläche. Sie ist nicht so empfindlich, sondern sogar sehr strapazierfähig. Das Ölen ist die ursprünglichste Variante in der Holzverarbeitung. Außerdem haben Sie dadurch den direkten Kontakt zu dem Holzfußboden – ohne eine Versiegelungsschicht zwischen Fuß und Holz. Die Atmungsaktivität des Holzes bleibt bei einem geölten Parkett übrigens fast vollständig erhalten – das Holz kann weiter arbeiten. Das sorgt für ein angenehmes Wohlfühlklima im Eigenheim. Bei geöltem Parkett entsteht keine antistatische Aufladung. Zudem nimmt das Holz Feuchtigkeit nur eingeschränkt auf und gibt sie wieder ab. Das sorgt für eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit im Raum. Das Holz wird dadurch nicht geschadet, solange die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Viel Feuchtigkeit kann das geölte Holz übrigens nicht mehr aufnehmen, da das Öl vom Holz wie von einem Schwamm aufgesauft wird. Das Öl füllt das Holz daher und lässt Wasser und anderen Flüssigkeiten keinen Platz mehr in den Poren.

Der Vorteil beim Parkettfußboden

Ein großes Plus bei geöltem Parkett: Kleine Kratzer und Schäden können sofort ausgebessert werden. Es reicht dann völlig, die beschädigten Stellen nach einem leichten Abschleifen neu zu ölen. Es muss nicht die ganze Bodenfläche neu eingeölt werden. Ein nennenswerter Nachteil: Geöltes Parkett hat einen höheren Pflegebedarf als versiegeltes Parkett. Auch bekommt der geölte Fußboden vor allem im Laufe der Zeit und der Nutzung eine gewisse Patina. Das Holz sieht benutzt aus, behält seine natürlichen Strukturen, Erhebungen und Rillen. Das gefällt nicht allen Kunden. Für andere Kunden ist es jedoch ein großer Vorteil, denn sie suchen gerade dieses lebendige Aussehen des Holzes.

Für perfekten Glanz – versiegeln anstatt ölen

Wer einen glänzenden Boden bevorzugt, der sollte sein Parkett versiegeln, statt es zu ölen. Eine geschlossene Lackschicht verhindert hier, dass Schmutz in den Boden eindringt. Je nach Belastung des Bodens und dem Grad der Abnutzung kann die Versiegelung des Parketts bis zu 15 Jahre halten, bevor sie erneuert werden muss. Dann empfiehlt es sich, wenn ein Profi den Boden abschleift und neu versiegelt.

Bild – Urheber: Domke Parkett

Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden!