Mehrschichtparkett – Fertigparkett mit abgeschlossener Oberflächenbehandlung

Mehrschichtparkett

Mehrschichtparkett ist eine Alternative zum Massivparkett einerseits und zum Laminat andererseits. Es bietet sich an für alle, die den Aufwand beim Verlegen und der Pflege von Massivparkett vermeiden wollen, ohne hinsichtlich der Qualität, Haltbarkeit und Stabilität die Kompromisse eingehen zu müssen, die das Laminat erfordert.

Das Mehrschichtparkett wurde früher Fertigparkett genannt

Im Zuge der Harmonisierung von Normen innerhalb der EU wurde aus dem Fertigparkett das Mehrschichtparkett. Der frühere Name bezog sich darauf, dass diese Parkette stets fertig behandelt, also bereits geölt, gewachst oder lackiert ausgeliefert wurden.

Aufbau des Mehrschichtparketts

Mehrschichtparkette können aus drei Schichten bestehen, es gibt sie allerdings auch als Zweischicht-Stäbe. Die oberste Nutzschicht besteht beim Mehrschichtparkett stets aus Vollholz. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Laminat. Dessen Oberfläche besteht aus einem Overlay (mit einem zumeist fototechnisch umgesetzten Dekor), der in der Regel durch zusammengepresste Lagen aus Papier und Kunstharz entsteht.

Dank seiner Laufschicht aus Vollholz wirkt das Mehrschichtparkett genauso „echt“ wie das klassische Massivparkett. Von diesem unterschiedet es sich jedoch durch die Dicke der Deckschicht – üblich sind mindestens 2,5 bis 4 mm bei Dreischicht-Elementen sowie 4 bis 5 mm bei Zweischicht-Stäben. Unter der Nutzschicht folgen jeweils ein bis zwei weitere Schichten, die aus billigerem Holz oder Holzwerkstoffen wie Sperrholz bestehen. Üblicherweise bringen es Zweischicht-Stäbe so auf eine Dicke von insgesamt 10 bis 11 mm, bei der dreischichtigen Variante sind es zwischen 10 und 22 mm.

Vorteile von Mehrschichtparkett gegenüber Massivparkett

  • Preis: Dank günstigerer Komponenten ist Mehrschichtparkett meist günstiger als das massive Einschichtparkett.
  • Einfach zu verlegen: Typischerweise werden die Parkettelemente des Mehrschichtparketts mit Nut und Feder versehen. Sie lassen sich dadurch sehr schnell verlegen. Erhältlich sind sowohl Systeme zum Verleimen sowie Klicksysteme, bei denen die Paneele einfach zusammengesteckt werden und durch Einrasten ineinandergreifen.
  • Unempfindlicher bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen: Da die Schichten miteinander verklebt und verpresst werden, fällt das Schwinden und Quellen des Holzes beim Mehrschichtparkett geringer aus als beim klassischen Parkett.
  • Nach dem Verlegen keine Nachbehandlung notwendig: Die Laufschicht der Paneele wird bereits fertig geölt, gewachst oder lackiert geliefert. Nach dem Verlegen muss also auch nichts mehr abgeschliffen oder bearbeitet werden.
  • Austausch beschädigter Module: Während Massivparkett klebend mit dem Untergrund verklebt werden sollte, können Sie die mehrschichtige Parkett-Variante auch schwimmend verlegen. Das sichert Ihnen den Vorteil, einzelne Teile bei Bedarf austauschen und erneuern zu können.

Nachteile des Mehrschichtparketts

  • Aufarbeiten der Nutzschicht nicht immer möglich: Während sich Massivparkett problemlos viele Male abschleifen und so erneuern lässt, ist dies bei Mehrschichtparkett nur bei einer dicken Nutzschicht möglich. Wer möglichst lange etwas von seinem Parkett haben will, sollte daher immer auch nach der Dicke dieser Schicht fragen.
  • Verlegemuster: Das einmal gewählte Verlegemuster der Oberfläche kann nicht mehr geändert werden. Eine individuelle Anpassung des Parketts auf die Lichtverhältnisse eines Raum kann dadurch nicht so gezielt erfolgen wie das mit massiven Parketten der Fall ist.
  • Festlegung bereits beim Kauf: Auch die Entscheidung, ob das Holz mit Öl, Wachs oder Lack behandelt werden soll, muss bereits beim Kauf erfolgen.
  • Stabilität und Haltbarkeit: Fertigparkett kann in diesen Punkten nicht mit dem klassischen Parkett mithalten, schneidet jedoch meist immer noch besser ab als andere Holzfußbodenbeläge.

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