Kratzer im Parkett – was tun?

Kratzer und Dellen im Parkett selbst reparieren

Ein Grund für die große Beliebtheit von Parkett ist dessen hohe Widerstandsfähigkeit. Dennoch kann es passieren, dass Parkett Kratzer oder Dellen abbekommt, wenn zum Beispiel ein schwerer Gegenstand darauf fällt. Das ist zwar ärgerlich, lässt sich jedoch zum Glück schnell beheben.

Kratzer und Dellen im Parkett selbst reparieren

Kratzer im Parkett entfernen

Ein spitzer Stein unter der Schuhsohle oder verschobene Möbel: kleine Unachtsamkeiten hinterlassen ihre Spuren im Parkett. Die meisten davon können mit ein wenig Aufwand selbst ausgebessert werden, sodass das Parkett hinterher (fast) wie neu aussieht.

Schleifspuren und kleine Kratzer wegpolieren

Sind die Kratzer im Parkett nicht tief oder handelt es sich lediglich um Schleifspuren, kann der Parkettboden einfach poliert werden. Dabei wird der Boden zunächst gründlich gereinigt, sodass er frei von Staubpartikeln ist. Anschließend wird die beschädigte Stelle mit einem weichen, staubfreien Lappen und Möbelpolitur, pflanzlichem Wachs oder Pflanzenöl poliert. Reiben Sie die betroffene Stelle ab, bis der Kratzer nicht mehr zu sehen ist.

Achtung! Verwenden Sie keine Möbelpolitur mit Silikonölen oder Mineralöl-Derivaten. Diese können den Boden schädigen. Verzichten Sie auch auf Olivenöl. Dieses lässt das Holz dunkeln und ergibt so unansehnliche Flecken.

Löcher und Kratzer mit Hartwachs reparieren

Sind die Kratzer im Parkett tiefer oder sind sogar kleine Löcher entstanden, können diese mit Hartwachs gefüllt werden. Dazu gibt es Handel spezielle Reparatursets, die Wachs in verschiedenen Farben enthalten, sodass Sie den richtigen Farbton für Ihren Parkettfußboden auswählen und mit etwas Geschick sogar Maserungen imitieren können. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Säubern Sie den Kratzer sorgfältig und entfernen Sie alle losen Holzteile.
  2. Wählen Sie aus dem Wachs den gewünschten Farbton aus, schmelzen Sie, zum Beispiel mit einem Lotkolben, kleine Stücke des Wachses und füllen Sie damit den Kratzer auf.
  3. Möchten Sie eine Maserung nachahmen, beginnen Sie mit dem hellsten Farbton und arbeiten Sie mit dunkleren Tönen nach.
  4. Entfernen Sie das überstehende Wachs mit einem Plastikhobel.
  5. Säubern Sie den aufgefüllten Kratzer mit einem staubfreien, trockenen Tuch.
  6. Bei versiegelten Böden muss der behandelte Kratzer noch mit einem Siegelstift geschlossen und anschließend poliert werden.

Dellen im Parkett mit Wasser aufschwemmen

Dellen im Parkett resultieren meist aus Druckstellen von Möbeln oder wenn ein schwerer Gegenstand heruntergefallen ist. Diese lassen sich mit einem Bügeleisen und etwas Wasser wieder entfernen. Feuchten Sie die beschädigte Stelle an. Handelt es sich um einen versiegelten Boden, muss dieser vorher angeschliffen werden. Legen Sie dann ein feuchtes Tuch darüber, drehen Sie das Bügeleisen auf die höchste Stufe und halten Sie es immer wieder kurz auf die betroffene Stelle. Das Wasser lässt das Holz aufquellen und verdampft, sodass die Delle wieder geschlossen wird. Versiegelte Böden müssen dann mit einem Siegelstift behandelt und poliert werden.

Achtung! Achten Sie darauf, dass das Bügeleisen nie direkt das Holz berührt. Sonst können Brandschäden entstehen.

Parkett abschleifen bei größeren Schäden

Über die Jahre kann so mancher Kratzer im Parkett entstehen. Zum Glück bietet Parkett im Gegensatz zu Laminat und anderen Böden jedoch die Möglichkeit, es abzuschleifen und so aufzuarbeiten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Die hohe Abtragleistung von Schleifmaschinen macht das Gerät ungeeignet für ungeübte Hände. Bei falscher Handhabung kann schnell zu viel Holz abgetragen werden. Möchten Sie beim Abschleifen von Parkett auf Nummer Sicher gehen, sollten Sie einen Profi hinzuziehen. Zudem sind tiefe Kratzer nicht nur ein Schönheitsmakel, sondern machen den Parkettboden auch anfälliger für Wasserschäden. Wenn Sie unsicher sind, welche Reparaturmaßnahmen für Ihren Parkettboden notwendig sind, wenden Sie sich an einen Fachmann.

Parkett richtig schleifen – aber wie?

Vorsicht ist besser als Nachsicht – Parkett schonen

Viele Kratzer und Dellen im Parkett lassen sich vermeiden. So empfiehlt es sich, in Arbeitszimmern und Büros eine durchsichtige Acrylmatte unter den Bürostuhl zu legen, um den Parkettboden zu schonen. Möbelfüße können zudem mit Möbelgleitern aus Filz oder Teflon versehen werden. So lassen sie sich verschieben, ohne dabei den Boden zu zerkratzen. Filzgleiter sind besonders für Möbel zu empfehlen, die häufig bewegt werden, wie Stühle oder Tische. Mit Filzstreifen lassen sich sogar Schaukelstühle parkettfreundlich ausstatten. Vermeiden Sie zudem grobe Verschmutzungen, wie Sand oder kleine Steinchen auf dem Parkett. Diese werden oft durch Schuhe von außen herein getragen. Schmutzfänger und Fußabtreter verhindern dies. Außerdem sollten Sie für handwerkliche Arbeiten im Haus, wie das Anbringen von Lampen, nicht die gleiche Leiter wie im Außenbereich verwenden. Die unter den Leiterfüßen befindlichen Schmutzpartikel können das Parkett zerkratzen. Nutzen Sie entweder eine andere Leiter oder legen Sie ein Schutzvlies unter.

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