Holzpflaster (Hirnholzparkett) – extrem belastbar und modern

Holzpflaster werden vorzugsweise im gewerblichen Bereich eingesetzt, verleihen aber auch Wohnräumen eine moderne Anmutung. Die aus Hirnholz bestehenden Pflaster halten großen Druck aus und sind daher ideale Bodenbeläge für Industrie und Handel. Die moderne Architektur erhebt den Gebrauchsfußboden zum Stilmittel, bei dem behaglich wirkt, was zugleich nützlich ist.

Holzpflaster überzeugen mit vielen positiven Eigenschaften

Die Idee der Holzpflaster ist Grunde uralt. Statt parallel zur Faser geschnittenes Holz für den Fußbodenbelag zu verwenden, wird sogenanntes Hirnholz (auch häufig als Stirnholz bezeichnet) eingesetzt. Dabei handelt es sich um Holz, das quer zur Faser geschnitten wird. Stellt man sich einen Baumstamm vor, wird das Holz also nicht entlang der Wuchses geschnitten, vielmehr wird der Stamm in Blöcke zerteilt. Die besonderen Eigenschaften dieser Blöcke kennt jeder, der schon einmal ein Schneidbrett aus (Hirn-)Holz verwendet hat. Die Klinge eines scharfen Messers dringt zwar auch bei diesem Holz in die Faser, verletzt sie aber bei weitem nicht so tief wie das bei parallel geschnittenen Hölzern der Fall ist. Auch ein Hackklotz zum Spalten von Brennholz oder zum Zerteilen von Fleisch besteht aus quer zur Faser geschnittenem Holz.

Die hohe Widerstandsfähigkeit von Hirnholz wird durch extreme Belastbarkeit ergänzt. Bekanntlich lassen sich auf dem senkrechten Holzfaserverlauf von Baumstämmen ganze Häuser errichten. Als Nutzfläche der Holzpflaster wird daher stets die Hirnholzfläche verwendet. Typische Anwendungen von Holzpflasterparketten finden sich entsprechend bei Böden in Werkhallen, Turnhallen, in Kirchen und generell in Räumen mit viel Publikumsverkehr. In Außenbereichen halten Holzpflaster sogar Fahrzeug- und Staplerverkehr stand. Da sie zudem schwer entzündbar sind und eine geringe elektrische Leitfähigkeit besitzen, werden sie ohnehin gerne in der Industrie eingesetzt. In Wohnbereichen überzeugt der Bodenbelag durch seine exzellente Wärme- und Trittschalldämmung sowie seine Rutschfestigkeit und Trittsicherheit.

Hohe Wirtschaftlichkeit bei überzeugender Optik

Ein weiterer Vorzug der Holzpflaster ist ihre hohe Wirtschaftlichkeit. Sie ergibt sich zwar nicht auf den ersten Blick bei den Anschaffungskosten, wird jedoch augenfällig, wenn man die Langlebigkeit und den geringen Verschleiß der Holzpflaster miteinbezieht. Sollten doch einmal Schäden auftreten, können beliebig große Teilflächen problemlos ausgewechselt werden.

Doch auch optisch überzeugt der Bodenbelag: Die Jahresringe des Baums sind beim Hirnholz gut sichtbar und verleihen den Holzpflastern ein individuelles Aussehen mit oft reichen Farb-, Hell-Dunkel- und Strukturkontrasten. Die häufigsten Baumarten für Holzpflaster sind Eiche, Fichte, Lärche und Kiefer.

Für Einsätze in Innenbereichen finden sich Holzpflaster in drei unterschiedlichen Qualitäten:

  • Holzpflaster GE – für den gewerblichen und industriellen Bedarf
  • RE – für Versammlungsräume, öffentliche Gebäude sowie Wohnräume
  • WE – für Werkräume oder Räume mit entsprechender ähnlich hoher Belastung

Nachteile von Holzpflastern

Der senkrechte Holzfaserverlauf der Holzpflaster führt dazu, dass die Pflaster stark auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagieren. Mit anderen Worten: Holzpflasterparkett „arbeitet“ stark, entsprechend muss mit vergleichsweise großen Fugen gerechnet werden (von durchschnittlich 1 bis 3 mm). Zudem muss Holzpflaster nach dem Verlegen noch geschliffen und mit Öl, Wachs oder Lack versiegelt werden. Im Außenbereich eingesetzt, sollte mitbedacht werden, dass ein Holzpflasterboden bei Regen und Nässe rutschig werden kann – bei Schrägen ist daher mitunter Vorsicht geboten.

Holzpflaster sollten immer vom Fachmann verlegt werden

Klicksysteme haben Laminat und Fertigparkett zu Fußbodenbelägen gemacht, die quasi von jedermann verlegt werden können. Hirnholzparkett ist da wesentlich anspruchsvoller und sollte daher stets vom Fachmann verlegt werden. Denn nur wenn die Holzpflaster fachgerecht verlegt sind, ist ihre Langlebigkeit garantiert und lassen sie sich leicht pflegen. In der Regel genügt einfaches Ausfegen, nur gelegentlich muss die Oberfläche geölt werden (sofern sie nicht gewachst oder lackiert wurde).

Gerne beraten wir Sie zu all Ihren Fragen rund ums Thema Bodenbeläge und verlegen Holzpflaster in den von Ihnen gewünschten Bereichen.