Fischgrätparkett – ein eleganter und zeitloser Klassiker

Fischgrätparkett ist auch heute noch ein beliebtes Verlegemuster für Parkettfußböden. Kein Wunder, gibt das klassische Muster doch jedem Raum eine elegante Note. Das beliebte Muster kopiert dazu die Anordnung der Gräten im Fischskelett und ist schon aus prähistorischer Zeit bekannt. Dabei wird das Fischgrätparkett vor allem wegen seiner Vielseitigkeit geschätzt. Es ist mit vielen modernen Einrichtungsstilen kombinierbar und bietet dank neuer Materialien und Verlegetechniken noch mehr Einsatzmöglichkeiten in robuster Qualität. Die Vorteile im Überblick:

  • Vielseitig einsetzbar: Fischgrätparkett lässt sich sowohl in privaten wie auch öffentlichen Räumen jeder Größe verlegen.
  • Mit verschiedenen Einrichtungsstilen kombinierbar: Das Verlegemuster besticht durch klassische Eleganz, die moderne, rustikale und auch minimalistische Raumeinrichtungen ideal ergänzt.
  • Hervorragende mechanische Eigenschaften: Das Verlegemuster gleicht das Quell- und Schwundverhalten von Parkettholz aus und verteilt auch große Lasten optimal.
  • Interessante Kontraste im Muster möglich: Verschiedene Verlegevariationen und Holzarten bieten eine Fülle an individuellen Möglichkeiten.
  • Kann Räume größer erscheinen lassen: Durch Quer- oder Längsverlegung können Räume optisch an Breite, Länge bzw. Tiefe gewinnen.

Fischgrätparkett – vom prähistorischen Muster zum modernen Fußboden

Das Fischgrätparkett in seiner heutigen Form ist eine Mischung aus jahrhundertealter Handwerkskunst und den Segnungen der Industriealisierung. Bereits im Mittelalter waren Fußböden aus robusten und breiten Holzdielen bekannt: Aufgrund der hohen Kosten und des Verarbeitungsaufwands waren diese jedoch vor allem der Ausstattung von Königs- und Adelshäusern vorbehalten.

Mit der Weiterentwicklung des Parkettlegehandwerks kamen ab dem 17. Jahrhundert geometrische Muster in Mode, die kontrastreich durch die Verwendung verschiedenfarbiger Hölzer ergänzt wurden. Ab dem 19. Jahrhundert wurde mit der Industrialisierung Parkett auch für bürgerliche Haushalte zugänglich. Die maschinelle Verarbeitung in Sägewerken machte Holzfußböden nicht nur deutlich erschwinglicher, sondern löste auch die breiten Dielen durch feine und dünnere Holzstäbe ab.

Dadurch wurde neben dem Stab- und Würfelmuster auch das Verlegen des beliebten Fischgrätmusters möglich. Schritt für Schritt konnten außerdem die Klebetechnik und die Versiegelung des Fischgrätparketts verbessert werden. Dadurch wurde der beliebte Holzfußboden nicht nur pflegeleichter, sondern konnte zunehmend langlebiger auch in Räumen mit hohem Publikumsverkehr eingesetzt werden.

Doppelt, dreifach oder Französisch – Fischgrätparkett bietet interessante Verlegevarianten

Fischgrätparkett kann in einfacher, doppelter oder dreifacher Anordnung verlegt werden. Das Bild zeigt einfaches Fischgrätparkett.

Fischgrätparkett lässt sich mit mehreren Varianten in der Mustergestaltung verlegen, die je nach Raumgröße und Lichteinfall interessante Effekte bieten. Charakteristisch ist allen Verlegevariationen, dass die einzelnen Stäbe in einem geordneten Verband in gleichmäßigen Winkeln zueinander ausgerichtet sind.

Das Fischgrätmuster in seiner einfachen Form mit zwei an der Spitze rechtwinklig angeordneten Stäben bildet dafür die Basis (einfaches Fischgrät).

Dieses Grundmuster kann durch die Anordnung mit jeweils zwei (doppeltes Fischgrät) oder drei (dreifaches Fischgrät) Stäben noch dynamischer gestaltet werden. Die Verwendung unterschiedlich gefärbter Stäbe verleiht dem Muster zusätzliche Prominenz. Um schöner zur Geltung zu kommen und die räumliche Gestaltung nicht zu stark zu dominieren, wird dieses variierte Fischgrätparkett jedoch vorzugsweise in großen Räumen verlegt.

Eine interessante Legevariante bietet auch das sogenannte Französische Fischgrätparkett. Hier werden die Stäbe auf beiden Seiten in einem Winkel von 45° oder 60° angeschrägt zueinander verlegt. Zwischen den Reihen verläuft eine gerade Kopffuge. Das fertige Muster vermittelt so einen wellenartigen Effekt, der auch für kleinere Räume interessant ist.

Da die Stäbe gleichmäßig in eine Richtung zeigend angeordnet werden, ist die Wirkung auf den Raum unbedingt bei der Planung zu berücksichtigen. So mutet ein Raum länger an, wenn das Parkett in Längsrichtung verlegt wird. Bei querverlegtem Fischgrätparkett können vor allem schmale Räume optisch an Breite und Gleichmäßigkeit gewinnen. Dabei kann die Breite und Länge der einzelnen Stäbe unterschiedlich ausfallen. Soll das Muster dynamischer werden, wählt man Stäbe in kleineren Abmessungen. Für große Räume empfiehlt es sich hingegen, größere Stäbe zu verarbeiten, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Ein Parkettmuster mit vielseitigen Eigenschaften

Fischgrätparkett ist nicht nur wegen seines zeitlosen Musters so beliebt, sondern überzeugt auch mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften: Die Anordnung der Stäbe im rechten Winkel zueinander bietet Stabilität und gleichzeitig einen Ausgleich mechanischer Kräfte. So ist das Muster beispielsweise ideal, um typisches Schwund- und Quellverhalten von Holzfußböden abzufangen und auch statische Lasten optimal auszugleichen. Die kleinteilig verlegten Einzelelemente bieten ein gutes Spannungsverhalten (Spannungsverteilung), das dem Parkett Langlebigkeit verleiht.

Fischgrätparkett sollte nur vom Profi verlegt werden

Neben Fischgrätparkett aus Massivholz, wie etwa Eiche, Nussbaum oder Ahorn, sind heute auch Optionen aus Mehrschichtparkett verfügbar. Je nach Untergrund, Parkettart und Zimmergröße wird das Parkett entweder verklebt, genagelt oder geschraubt. Auch wenn der Handel heute einfach zu verarbeitende Materialien bietet, sollte ein Frischgrätparkett dennoch ausschließlich von einem professionellen Parkettleger aufgebracht werden. Nur so kann garantiert werden, dass die einzelnen Stäbe gleichmäßig verlegt, befestigt und sachgemäß versiegelt oder geölt werden.

Ein Parkettprofi sorgt darüber hinaus nicht nur für eine ordnungsgemäße Verlegearbeit, sondern kann mit der geschickten Anordnung der Stäbe interessante Effekte im Muster unterstreichen. So ergeben Stäbe in unterschiedlichen Schattierungen und Maserungen elegante Farbverläufe oder Kontraste. Weitere Effekte ergeben sich durch die Verwendung von geräuchertem, gebürstetem oder geschliffenem Holz.

Was kostet ein Fischgrätparkett?

Über die Kosten der Verlegung eines Fischgrätparketts lässt sich keine pauschale Aussage treffen, da sie sich üblicherweise aus mehreren Einzelkomponenten zusammensetzen, die je nach individueller Lage voneinander abweichen können. Diese Komponenten beinhalten:

  • Das Material selbst: Je nach gewählter Holzart variiert der Preis pro Quadratmeter. So sind heimische Hölzer wie Eiche, Buche oder Esche möglich, aber auch preisintensivere Edelhölzer wie Kirsche und Walnuss. Am kostenaufwändigsten sind hier die klassischen Tropenhölzer wie Doussie, Wenge, Teak oder Merbau.
  • Die Verlegearbeit: Der Aufwand der Verlegung ist von der Holzart und vor allem der Sortierung abhängig. Fischgrätparkett wird in der Regel Stab für Stab gelegt und mit dem Untergrund verbunden. Bei dezenten Oberflächentexturen und hellen Hölzern kann die Verlegung ohne großen Planungsaufwand direkt erfolgen. Werden jedoch dunkle Holzarten oder Hölzer mit auffälligen Texturen und Musterungen oder Muster mit starken Kontrasteffekten verlegt, ist eine gründliche Planung nötig, um ein gleichmäßiges Gesamtbild zu erreichen. Entsprechend größer ist der Arbeitsaufwand.
  • Die Oberflächenbehandlung: Abschließend wird das Parkett abgeschliffen, geölt und versiegelt. Je nach gewünschter Oberflächenbehandlung kann hier auch eine Behandlung mit Wachs oder Lack ergänzt werden.

Sie möchten mehr Informationen zu Fischgrätparkett oder suchen einen Profi für Ihr Parkett-Projekt? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen und beantworten Ihnen alle offenen Fragen.

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