So vermeiden Sie Kratzer auf Bodenbelägen – 7 Tipps für den Fußbodenschutz

So vermeiden Sie Kratzer im Parkett und Co.

Kratzer und Schrammen auf dem neu verlegten Laminat oder dem frisch aufgearbeiteten Parkett sind mehr als nur ärgerlich. Dennoch gelten Gebrauchsspuren durch Stühle, Tische, Kinderspielzeuge oder durch Unfälle und Ungeschicklichkeiten als nahezu unvermeidlich. Dabei gibt es zahlreiche Tipps für den Fußbodenschutz. Wir haben die besten für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Fußbodenschutz durch Filzgleiter

Zugegeben, dieser Tipp hat keinen Anspruch auf Originalität. Dennoch funktioniert er noch immer bestens. Rüsten Sie Tischbeine, Stühle und alles, was Sie sonst noch an Möbeln bewegen, mit Filzgleitern zum Schrauben aus. Es gibt auch solche zum Kleben, die müssen Sie aber garantiert alle paar Monate erneuern. Und wenn Sie Pech haben, hinterlässt der Kleber auch noch unschöne Spuren auf Ihrem Bodenbelag. Angenehmer Nebeneffekt der Filzunterlagen: auch die Ohren werden beim Aufsetzen der Stühle auf dem Boden oder dem Verrücken der Möbel geschont. Überprüfen Sie die geschraubten Filzprotektoren regelmäßig. Auch sie nutzen sich mit der Zeit ab und müssen irgendwann erneuert werden.

Tipp 2: Vorsicht beim Saugen

Modernes Parkett, Laminat und andere Bodenbeläge lassen sich zwischendurch auch einmal mit dem Sauger reinigen. Dabei sollten Sie jedoch stets darauf achten, dass die Bürstenfunktion eingestellt ist. Sonst kann es schnell passieren, dass kleinere Steinchen und Verunreinigungen mit der Kunststoffdüse über den Fußboden scheuern.

Tipp 3: Schmutzmatten, Läufer und Abtreter für Eingangsbereiche

Ob auf dem Land oder in der Stadt – unter unseren Schuhen tragen wir alle Dreck, Körner und Steinchen in die Wohnung. Daher sollte in allen Eingangsbereichen auf Abtreter und Schmutzmatten geachtet werden. Am besten ist es natürlich, wenn die Schuhe dort dann auch ausgezogen werden. Um das auch Gästen so angenehm wie möglich zu machen, helfen Läufer und kleine Teppiche auf den viel benutzten Gehstrecken der Wohnung.

Tipp 4: Matten für Rollmöbel sowie speziellen Fußbodenschutz für Kaminöfen nutzen

Möbel mit Rollen sind für jeden Bodenbelag eine große Herausforderung. Auf die Dauer zerkratzen Rollmöbel wie Bürostühle oder Kinderbetten jedes Laminat oder Parkett. Vermieden werden können die daraus entstehenden, unansehnliche Striemen, Rillen und Dellen nur mit Bodenschutzmatten in geeigneter Größe. Üblich sind Kunststoffmatten von 120 x 150 cm. Viele Vermieter verlangen übrigens sogar ausdrücklich die Verwendung solcher Matten, sofern die Räume auch als Büro genutzt werden. Besitzer eines Kaminofens sollten an die Anschaffung eines glutsicheren Fußbodenschutzes aus Glas oder Metall denken.

Tipp 5: Hüten Sie sich vor zu viel Eifer

Gerade Holzfußböden danken es, wenn Sie ihnen nicht ständig mit Wasser und Schrubber zu Leibe rücken. Letzteren sollten Sie bei Parketten und Laminaten ohnehin nie verwenden. Der zerstört die Schutzschicht und macht so nur den Weg frei für Verunreinigungen, die so tief ins Holz dringen. Scharfe Reiniger wie Scheuermilch oder chemische „Keulen“ sind ebenso tabu wie zu viel Wasser. Verwenden Sie stets nur einen gut ausgewrungenen Wischmop oder ein nur leicht feuchtes Tuch. Fürs Entfernen von Schuhstriemen und Absatzstrichen gibt es günstige Schmutzradierer.

Tipp 6: Fußbodenschutz durch konstante Luftfeuchtigkeit

Viele der heute verwendeten Bodenbeläge bestehen in Teilen oder ganz aus Holz. Da sich Holz bei zu hoher Luftfeuchtigkeit ausdehnt, bei zu niedriger aber zusammenzieht, ist auch die Luftfeuchtigkeit ein wichtiger Faktor für den Fußbodenschutz. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 Prozent. Diese verhindert dann nicht nur die Bildung von Rissen und Dellen im Boden, sondern beugt auch der Bildung von Schimmel vor. Mit der Anschaffung eines Hygrometers behalten Sie die Luftfeuchtigkeit stets im Auge.

Tipp 7: Jedem Bodenbelag sein eigenes Pflegemittel

Ein universelles Pflegemittel für alle Arten von Bodenbelag gibt es leider nicht. Ein gelackter Fußboden sollte beispielsweise niemals mit einem Pflegeöl nachbehandelt werden. Das Öl würde sich nur auf dem Lack absetzen und dort den Schmutz regelrecht anziehen. Geölte Parkettböden sollten dagegen regelmäßig mit einem dafür ausgewiesenen Pflegeöl behandelt werden. So stellen Sie sicher, dass der Boden imprägniert bleibt und sich keine dunklen Ablagerungen bilden.

Sollten Sie Fragen zur Pflege oder Aufarbeitung von Bodenbelägen haben, beantworten wir diese jederzeit gern.

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