Lackiertes Parkett – welcher Lack ist der richtige?

01 Langzeitwirkung

Parkett geölt oder lackiert – eine wichtige Entscheidung mit Langzeitwirkung

Ob der Fußboden geölt, gewachst oder lackiert werden soll, ist eine nicht zu vernachlässigende Entscheidung. Geöltes Parkett besticht durch ein natürliches und warmes Aussehen. Gewachstes Parkett begeistert zusätzlich durch eine widerstandsfähigere Oberfläche. Lackierte Holzböden hingegen punkten mit einer langfristigen Versiegelung der Oberfläche und verleihen dem Fußboden den richtigen Glanz.

Gerade bei Fußböden mit hoher Beanspruchung, leistet eine Versiegelung mit Lack beste Dienste. Im Gegensatz zu geölten Fußböden ist hier der Abrieb deutlich geringer. Durch die vollständige Versiegelung der Oberfläche haben Schmutz, Flüssigkeit und Flecken praktisch keine Chance mehr. Auch in der Reinigung und Pflege macht lackiertes Parkett viel her: Bereits simples Fegen oder Saugen reichen oft aus.

Natürlich hat eine Lackierung aber auch Nachteile: Holzfußböden haben die Eigenschaft, das Raumklima positiv zu beeinflussen. Die vollständige Beschichtung mit Lack schaltet diese Funktion aber nahezu aus. Der Lack nimmt dem Boden außerdem die natürliche Haptik und Erscheinung. Da das Holz unter der Lackschicht weiterarbeitet, können im Laufe der Zeit Risse entstehen. Im Gegensatz zu Öl- und Wachsveredelungen können solche Schäden dann nicht partiell beseitigt werden. Hier wird eine Renovierung des kompletten Fußbodens nötig.

02 Fußbodenlack

Fußbodenlack – der Alleskönner

Ungeachtet dieser Nachteile ist lackiertes Parkett die kostengünstigste Variante der Oberflächenbehandlung von Parkett. Im Vergleich zu einer Beschichtung mit Wachs oder Öl ist eine Lackierung besonders robust und pflegeleicht. So spart man langfristig bares Geld. Die Auswahl an Speziallacken mit UV-Schutz oder rutschhemmenden Eigenschaften lässt zudem keine Wünsche in punkto Fußbodenveredelung offen.

Im Wesentlichen funktioniert die Lackierung auf physikalischem Weg durch Verdunstung, gefolgt von einer chemischen Reaktion, die die abschließende Härte und Beschaffenheit der Lackschicht ausmacht. Bei den sogenannten Ein-Komponenten-Lacken enthält der Lack bereits den Härter. Diese Lacke sind besonders einfach in der Anwendung.

Bei Zwei-Komponenten-Lacken verläuft die Härtung so schnell, dass der Härter erst bei der Anwendung mit dem Lack vermischt wird. Die längere Trockenzeit führt hierbei zu einer besonders widerstandsfähigen Lackschicht. Für zusätzliche Ansprüche sind Drei-Komponenten-Lacke erhältlich. Diese bieten zum Beispiel einen UVA-Schutz an, der helles Parkett vor dem Vergilben oder Nachdunkeln durch intensive Sonneneinstrahlung schützt. Lacke mit Kunstharzen steuern zusätzlich eine rutschhemmende Wirkung bei. 

Der perfekte Lack für einen traumhaften Fußboden

03 Fußbodenlacktypen

Der perfekte Lack für einen traumhaften Fußboden

Wasserlacke:
Diese Lacke sind heute die gängigste Form bei Bodenlacken. Kein Wunder, sind sie doch die vielseitigsten Lacke, wenn es um die Veredelung von Holzfußböden geht. Wasserlacke sind dabei besonders schadstoffarm: Ein Wasseranteil von mehr als 50% und ein sehr geringer Lösungsmittelanteil von nur 15% bieten für Wohnräume die beste Lösung. Wasserlacke sind in Ein-oder Zwei-Komponenten-Form erhältlich. Sie bieten außerdem die größte Auswahl an Glanzstufen von Ultramatt bis hochglänzend.

Öl-Kunstharz-Lacke:
Diese Lacke haben eine Ölbasis aus Lein- oder Rapsöl. Die besonders kleinen Ölteilchen dringen sehr tief in das Holz ein und garantieren so einen hohen Schutz. Das verstärkt außerdem deutlich die Farbe des Holzes. Der hohe Lösungsmittelanteil führte aber dazu, dass diese Lacke in Deutschland mittlerweile nicht mehr zugelassen sind. Wasserlacke bilden hier eine gute Alternative.
Polyurethan-Lacke:
Diese Bodenlacke – auch PUR- oder DD-Lacke genannt – sind als Ein- oder Zwei-Komponenten-Lacke erhältlich. Sie enthalten ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Lösungsmitteln. Deshalb kann es bei der Aushärtung zu einem unangenehmen Geruch kommen, der sich erst nach längerer Zeit (etwa 6 bis 8 Wochen) verflüchtigt. Im Gegensatz zu Öl-Kunstharzen treten nach der Aushärtung aber keine Schadstoffe mehr aus. Die Lackschicht gilt als besonders robust und ist

sogar gegenüber Chemikalien resistent. Aus diesem Grund nutzt man Polyurethan-Lacke vorwiegend für Fußböden im gewerblichen Bereich.

Säurehärtender Lack:
Bei diesem Lack löst ein säurehaltiges Lösungsmittel den chemischen Härtungsprozess aus. Das führt zu einer besonders starken Lackschicht. Da diese Lackart aber das gesundheitsschädliche Formaldehyd dauerhaft ausgast, findet säurehärtender Lack nur noch in Ausnahmen und ausschließlich im Gewerbebereich Anwendung.

Fazit


Der Wechsel hin zu schadstoffarmen Wasserlacken und einer großen Auswahl an Zusatzkomponenten sind erst der Anfang in Sachen Bodenlack. Mittlerweile gibt es Lacke zu kaufen, die die positiven Versiegelungseigenschaften des klassischen Lacks beibehalten, in der Optik aber einem geölten Parkett nahekommen. So kann Widerstandsfähigkeit mit einem natürlichen Aussehen kombiniert werden. Auch bei den Parkettölen wird aufgerüstet. Hier sollen die pflegenden Komponenten um die härtenden Eigenschaften des Lacks erweitern werden, ohne das Holz vollständig zu versiegeln.

Haben Sie Fragen zu verschiedenen Parkettlacken oder Bodenölen? Gerne können Sie uns ansprechen. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Lacke und beraten Sie zu allen Fragen rund um Parkett, Laminat oder Dielen.

Kamin auf Parkett-/Laminatfußböden – das sollten Sie dabei beachten

Die Kombination aus Kamin und Holzfußboden wie Parkett oder Laminat ist zwar nicht ganz unproblematisch, jedoch durchaus kontrollierbar, wenn eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Der Brandschutz beginnt bereits bei der Planung und muss auch beim Betrieb des Kamins immer mitbedacht werden.

Was muss vor dem Einbau eines Kamins auf Holzfußboden beachtet werden?

Wer einen Kamin (ob offen oder geschlossen) einbauen möchte, sollte sich dafür immer eine Freigabe durch den zuständigen Schornsteinfeger einholen. Der örtliche Schornsteinfeger kennt nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen (die von Bundesland zu Bundesland variieren), er kann Ihnen auch wichtige Tipps zu eventuell vorzunehmenden Umbauten sowie zum Betreiben des Kamins (etwa auch welche Brennmittel in ihrer Region besonders günstig sind) geben.

Kann Laminat und Parkett bis direkt vor den Kamin gelegt werden?

Große Brandgefahr geht bei einem Kamin stets durch den jederzeit möglichen Funkenschlag aus. In der Regel wird Ihnen der Schornsteinfeger daher davon abraten, Laminat, Parkett oder einen anderen Holzfußboden direkt bis vor den Kamin zu legen. Auch Versicherungen weigern sich häufig, das davon ausgehende Risiko zu tragen. Letztlich müssen Sie natürlich immer selbst entscheiden, ob Sie dieses Wagnis dennoch eingehen möchten. Eine ausreichend dimensionierte Edelstahl- oder Glasplatte (aus feuerfestem Sicherheitsglas) sollte den Holzfußboden jedoch in jedem Fall vor Funkenschlägen schützen.

Lassen Sie sich nicht von den attraktiven Fotos in Werbeprospekten für Kaminöfen täuschen. Dort wird meist auf eine solche Abdeckung verzichtet. Das ist jedoch reines Foto-Make-up und in der Praxis einfach zu gefährlich. Sollten Sie den Kamin nur selten benutzen, empfiehlt sich als Alternative eine mobile Schutzplatte, die einfach aus dem Weg geräumt wird, wenn der Kamin wieder kalt ist. Wesentlich aufwändiger, jedoch durchaus machbar, ist es, eine Glasplatte fest ins Parkett einzulassen. Last but not least besteht auch die Möglichkeit, vor dem Kamin ein Fliesenschild zu legen. Natürlich und reizvoll wirkt die Kombination aus einem Schutzfeld aus Naturstein, das in einen Holzfußboden übergeht. Zwischen Parkett und Schutzbereich sollte stets eine Dehnfuge eingefügt werden, da das Holz in diesem Bereich stark zum Ausdehnen und Schwinden neigt.

Genügen spezielle Beschichtungen und Lacke als Schutz des Holzfußbodens im Kaminbereich?

In falscher Sicherheit würden Sie sich wiegen, wenn sie den Holzfußboden vor dem Kamin einfach mit speziellen feuerfesten Lacken bearbeiten bzw. auf glutresistente Parkettbeschichtungen vertrauen. Diese sind lediglich dazu gedacht, das Einbrennen von kleineren Funken und Glutstücken zu verhindern. Mit anderen Worten: mit einem solchen Lack vermindern sie zwar die Gefahr von Brandflecken, sind aber nicht vor dem Ausbruch eines Brandes geschützt.

Ein weiteres Problem: vom Kamin geht erhebliche Wärme aus. Dadurch trocknet das Holz schnell aus und schwindet stark. Bei nicht speziell für den Kaminbereich bearbeiteten Parkett- und Laminatböden kommt es bei Kaminen daher häufig zu Abrissfugen. Um dem vorzubeugen, setzen diverse Hersteller auf Versiegelungsaufbauten in diesem Bereich. Allerdings lösen auch diese nicht das Problem der prinzipiellen Brandanfälligkeit. Diese kann im Grunde nur durch eine geeignete Abdeckung gelöst werden. Sind die Brandflecken nicht allzu tief, lassen sie sich auf geölten Holzfußböden im Übrigen einfacher ausbesseren als auf versiegelten Böden.

Kann allein die Wärmeausstrahlung des Kamins zum Brand führen?

Marktübliche Parkett- und Laminatböden müssen den Bestimmungen der DIN 4102-14 zum Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen genügen. Sie sind selbst nicht entzündlich, bieten einen gewissen Feuerwiderstand, können jedoch im Fall eines Brandes zunächst passiv auf das Brandgeschehen einwirken und schließlich selbst in Brand geraten. Statistisch gesehen kommt es zum Glück äußerst selten zu einem Brand infolge eines in Flammen aufgehenden Holzfußbodens. Die viel größere Gefahr geht hier meist von anderen brennbaren Gegenständen in der Nähe des Kamins aus, die von Funken und Glut getroffen werden können. Dennoch empfehlen alle Experte stets, das Anbringen einer Sicherheitsabdeckung. Auch rein optisch lässt sich so schon ein Bereich markieren, in dem mit besonderer Vorsicht hantiert werden sollte.

Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen zum Thema Kamin und Holzfußboden an uns wenden. Selbstverständlich verlegen wir auch gerne für Sie Laminat oder Parkett, gerne auch in Kaminbereichen.

Heimische Parketthölzer

Der Trend hin zu heimischen Parketthölzern ist nach wie vor ungebrochen. Vordergründig steckt hinter dem Siegeszug von Buche, Eiche, Bernsteinrobinie, Esche und Co. das Bedürfnis, nachhaltig zu wirtschaften. Die Wahl heimischer Parketthölzer hilft jedoch nicht nur der Umwelt, die Hölzer überzeugen auch durch ihre Robustheit und Wandelbarkeit sowie nicht zuletzt durch die optische Vielfalt, die sie bieten.

Mit der Wahl heimischer Parketthölzer schützen Sie Klima und Artenvielfalt

Holz ist zwar ein natürlich nachwachsender Rohstoff, dennoch sollten Verbraucher, denen Nachhaltigkeit und ein verantwortliches Verhalten auch beim Konsum wichtig ist, stets genau nachfragen, woher das Holz fürs Parkett stammt. Nur eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert, dass der Wald in seinem Bestand trotz Entnahme von Hölzern erhalten bleibt. Das sichert zugleich die Artenvielfalt, da Wälder stets Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen sind.

Die gemeinnützige Organisation Forest Stewardship Council zertifiziert nachhaltig gewonnene Hölzer mit dem FSC-Siegel. Das Ökosystem in den Wäldern, aus denen ein solch zertifiziertes Holz stammt, muss dabei stets intakt bleiben. FSC-Forstbetriebe verpflichten sich, fair zu ihren Arbeitnehmern und zu Anwohnern zu sein und in ihren Wäldern die Biodiversität zu schützen. Eine Alternative zum FSC-Siegel ist das PEFC-Siegel, für das jedoch bei der Vergabe niedrigere Ansprüche gestellt werden. Exotische Holzarten ohne eines dieser beiden Siegel sind stets kritisch zu beurteilen. Sie stammen meist aus Raubbauten oder zumindest aus unsicheren Quellen.

Doch selbst wenn Tropenhölzer (neben den bekannten Hölzern wie Teak, Wenige oder Merbau werden auch solche mit exotischeren Namen wie Bankirai, Cumaru, Guajuviara oder Massaranduba angeboten) mit einem Ökolabel für sich werben können, haben sie immer noch weite Weg hinter sich und damit entsprechend schlechte „Carbon-Footprint“-Werte, da die langen Transportstrecken hohe CO2-Emissionen verursachen. Das gilt übrigens auch für Parketthölzer aus Arten, die zwar bei uns vorkommen, aber eben auch in Kanada (Ahorn), Sibirien (Lärche) oder Rumänien (Eiche, Robinie) wachsen. Auch bei der Wahl heimischer Parkett-Holzarten sollten Sie daher nachfragen, woher genau das Holz für ihr Parkett stammt. Die Ökobilanz fällt bei der Wahl möglichst regionaler Produkte regelmäßig am günstigsten aus.

Die wunderbare Vielfalt heimischer Parketthölzer

Eichenparkett

Den besten Ruf unter den heimischen Parkettholzarten genießt sicherlich die Eiche. Das Holz weist eine solide Brinellhärte von 34 N/mm2, als Holzpflaster sogar von erstaunlichen 66 N/mm2 auf. Zum Vergleich: der Härtegrad von weichen Hölzern wie Erle und Fichte liegt bei 12 N/mm2, Tropenhölzer wie Wenge und Merbau bringen es auf 40 N/mm2, Teak aus Burma sogar auf 50 N/mm2, afrikanisches Teak dagegen nur auf 30 N/mm2. In Sachen Robustheit und Langlebigkeit hält die heimische Eiche also gut mit Tropenhölzern mit. Das Kernholz gilt zudem als besonders verrottungsresistent, daher lässt sich Eiche nahezu überall im Haus einsetzen.

Gerade in viel genutzten Räumen wie Fluren, Wohn- und Esszimmer, als Landhausdiele oder verlegt im Schiffsboden- oder Fischgrätmuster spielt Eiche seine ganze Klasse aus.

Wer die dunklen Töne exotischer Parketthölzer dabei nicht missen möchte, greift zur Räuchereiche. Durch die Räucherung können honigbraune bis tiefschwarze Färbungen erzielt werden.

Ahornparkett

Ahorn-Parkett begeistert vor allem Liebhaber natürlicher heller Farbgebung (gleichwohl eignet sich auch das Holz des Ahorns sehr gut dazu, es dunkel zu räuchern). Mit einem Brinellwert von 30 N/mm2 zählt Ahorn zwar „nur“ zu den mittelharten Hölzern, erweist sich als Parkettholz dennoch als besonders langlebig, da es robust und widerstandsfähig auf Abnutzung reagiert. Das gilt insbesondere für den kanadischen Ahorn, der sich mit einer Brinellhärte von 35 N/mm2 auch für stark genutzte Wohn- und Geschäftsräume empfiehlt. Dank kleiner Poren ist Ahornparkett zudem sehr leicht zu reinigen. Ein Nachteil von Ahorn besteht in seiner Witterungsempfindlichkeit, es kann daher nur in Innenbereichen eingesetzt werden.

Buchenparkett

Buche weist mit einem Wert von 40 N/mm2 den gleichen Härtegrad wie Eiche auf und bietet sich daher für alle Einsatzbereiche, in der womöglich zuerst an Eiche gedacht wurde, als schöne Alternative an. Der natürliche Farbton der Buche ist etwas gelblich, verfärbt sich durch Dämpfen jedoch meist rötlichbraun. Das Erscheinungsbild von Buchenparkett reicht je nach Sortierung von gleichmäßig (modern) bis robust (traditionell).

Nussbaumparkett

Traditionell wurde Nussbaum früher vornehmlich zur Möbelherstellung verwendet. Die elegante Maserung und die warmen Brauntöne eignen sich jedoch ebenso hervorragend zur Nutzung als heimisches Parkettholz. Unsortiertes Nussbaumparkett gefällt durch seinen Formen- und Farbreichtum, der sich den vielen Ästen und Adern des Baumes verdankt. Auf dem Markt finden sich mittlerweile aber auch ruhige, harmonische Sortierungen des mit 32 N/mm2 mittelharten Holzes (amerikanisches Nussbaumholz ist jedoch meist weicher).

Parkett aus Obsthölzern wie Kirsche oder Birne

Der europäische Kirschbaum zählt mit seinem Brinellwert von 45 N/mm2 zu den härtesten heimischen Parketthölzern und kann entsprechend auch in viel genutzten Räumen verlegt werden. Sein rötlichbrauner Holzton wirkt stets edel, die ruhige Maserung verstärkt den Eindruck gelassener Eleganz, die diese Holzart ausstrahlt. In Sachen Exquisität steht auch die heimische Birne der Kirsche in nichts nach. Der anfängliche hellbraune Farbton des Birnenparketts dunkelt mit der Zeit leicht nach und nimmt allmählich den Farbton von Bernstein an. Edler geht es im Grunde kaum!

Eschenholzparkett

Eschenholz (38 N/mm2 ) ist zwar härter als Eiche, lässt sich jedoch nur schwer imprägnieren. Während sich imprägnierte Eiche auch wunderbar in Küche oder Bad verlegen lässt, muss die Esche in solchen Räumen leider außen vor bleiben. Das ist dann aber auch schon die einzige Einschränkung, die bei Esche als heimisches Parkettholz gemacht werden muss. Aufgrund seiner Robustheit, Elastizität und seiner immer ausdrucksstarken Struktur kann es in allen Räumen sorglos verlegt werden und wirkt besonders als Landhausdiele wohnlich und behaglich.

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen zum Thema heimische Parkettholzarten. Selbstverständlich verlegen wir auch gerne für Sie Laminat oder Parkett – und richten uns dabei ganz nach Ihren Wünschen!

Birkenparkett – das günstige Parkett für das modern-gemütliche Zuhause

Birkenparkett ist ein helles Parkett, das sich besonders gut für kleine Wohnräume eignet, die groß herauskommen sollen. Denn je heller der Boden ist, desto größer wirkt ein Raum. Die Farbe des Birkenholzes changiert zwischen einem gelblichen Weiß und cremefarbenen Tönen. Lackiert erweckt Birkenparkett einen leicht wolkigen Eindruck, geölt entsteht ein seidig schimmernder Glanz, der an Perlmutt denken lässt. Birkenparkett ist gut geeignet für alle, die es zu Hause gemütlich, zugleich aber auch modern lieben.

Birkenparkett – lange galt die Birke in deutschen Wäldern als Unholz

Das Holz europäischer Birken stammt meist aus Skandinavien oder dem Baltikum. Hierzulande galt Birke in den Wäldern lange als waldschädliches „Unholz“ oder gar „Unkraut“. Diesen etwas zweifelhaften Ruf verdankt der Baum u.a. seinem Pioniercharakter. Nach Sturmschäden sind es meist die Birken, die die freien Flächen zuerst besiedeln. Im Vergleich zu anderen Baumarten ist der Pflegeaufwand für die Fortwirtschaft zudem relativ hoch, bei eher geringer Volumenleistung.

Daher beschränkte sich die holzwirtschaftliche Nutzung der Birke in der Vergangenheit hauptsächlich auf Gebiete, in denen es andere Baumarten schwer haben (Finnland, Schweden etc). In den letzten Jahren kommt es hierzulande jedoch zu einem Umdenken. Um der Gefahr von Monokulturen in unseren Wäldern vorzubeugen (diese sind anfälliger für Stürme, aber auch für Schädlinge), erhalten mittlerweile auch wieder Birken in unseren Wäldern ihre Chance. Dank ihres raschen Wachstums stellen bereits die unteren Altersklassen durchaus bedeutsame Holzvorräte dar. Für einen gesunden Wald sind sie also durchaus eine Alternative.

Für das Birkenparkett muss allerdings einschränkend hinzugefügt werden, dass dies fast immer aus reinen Birkenwäldern stammt. Birken aus Mischwäldern erreichen aufgrund diverser Anbauprobleme meist nicht die von Parkettholz geforderte hohe Qualität.

Birkenparkett eignet sich vor allem für Wohn- und Schlafräume

Je nach Herkunft der Birke handelt es sich um ein mittelhartes bis hartes Parkettholz. Kanadische Birke bringt es auf eine Holzhärte von 34 N/mm2, die Brinellhärte der europäischen Birke liegt bei 22 N/mm2. Die europäische Birke ist daher vergleichsweise weich. In vielgenutzten Räumen wie Fluren oder Geschäftsräumen wäre sie schnell überfordert und würde rasch verschleißen. Wer dagegen im Wohnzimmer ohnehin gerne die Straßenschuhe auszieht, erhält mit dem Birkenparkett eine preislich lohnende meist Alternative zum optisch vergleichbaren Ahornparkett.

Als natürlich heller Bodenbelag wird Birkenparkett gerne in kleinen Räumen verlegt, die größer wirken sollen. Dieser Effekt lässt sich steigern, wenn statt kleiner Parkettstäbe möglichst große Stäbe oder sogar Landhausdielen gewählt werden. Die helle Farbe des Bodens öffnet optisch den Raum, während die Größe der Dielen bzw. der Parkettstäbe zugleich eine gewisse Großzügigkeit suggerieren. Im Gesamtbild „wächst“ der so ausgelegte
Raum. In Kombination mit modernen Möbeln und Einrichtungen schafft Birkenparkett eine frische Atmosphäre, in der es sich einfach gut leben lässt.

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen zu Birkenparkett oder anderen Parketthölzern bzw. -arten. Selbstverständlich verlegen wir auch gerne Ihr Laminat oder Parkett für Sie!

Holzhärte – entscheidend für den Einsatz von Parkettdielen

Parkettholz ist täglich unzähligen Belastungen ausgesetzt. Um angeben zu können, wie widerstandfähig eine (Parkett-)Holzart ist, misst man ihre Holzhärte. Weiche Hölzer wie Fichte oder Erle reagieren wesentlich empfindlicher als harte Hölzer wie Eiche, Robinie (Akazie) oder Tropenhölzer wie Wenge oder Teak aus Asien. Für stark beanspruchte Flure oder Geschäftsräume sollten Sie stets ein hartes Holz wählen, im Schlaf- und Gästezimmer darf es ruhig eine weichere Holzart sein.

Härteprüfung nach Brinell – Holzhärte und Brinellwert

Unter der Härte eines Werkstoffs wird die Fähigkeit des Materials verstanden, mechanischen Eindringungen einen Widerstand entgegenzusetzen. Die Holzhärte gibt daher an, bis zu welchem Punkt Hölzer anderen Gegenständen Widerstand entgegenbringen können. Wird dagegen danach gefragt, wie widerstandsfähig ein Material gegenüber Verformungen ist, hat man es mit der Frage nach der Festigkeit des Materials zu tun. Der Härtegrad des Holzes gibt daher Auskunft darüber, wie rasch ein Parkett verschleißt. Das gilt analog so auch bei anderen Materialien. Ein härteres Glas zerkratzt nicht so leicht, ein härter geschmiedetes Messer bleibt länger scharf.

Gemessen wird die Holzhärte mithilfe des Härteprüfverfahrens, das der schwedische Ingenieur Johan August Brinell 1900 für verschiedene Materialien entwickelte. Das Grundprinzip der Messung ist bei allen Materialien gleich: eine Prüfkugel aus Sinterhartmetall (bis 2006 waren auch Kugel aus lediglich gehärtetem Stahl erlaubt) wird auf den Werkstoff gedrückt, der Abdruck anschließend ausgewertet. Beim – im Vergleich zu Metallen – weichen Stoff Holz wird ein Prüfkugel von 10 mm Durchmesser 30 Sekunden lang ins Holz gedrückt (für Werkstoffe mit geringerer Dicke gibt es auch Kugeln mit geringerem Durchmesser). Die Holzfeuchtigkeit liegt dabei jeweils bei 12 Prozent.

Die Kugel wird senkrecht und mit einer genau festgelegten Prüfkraft (gemessen in Newton) ins Holz gedrückt. Gemessen wird der senkrechte und waagerechte Durchmesser des so entstandenen Abdrucks. Mithilfe der Formel zur Berechnung der Brinellhärte wird aus den Daten der Härte- bzw. Brinellwert errechnet. Üblicherweise wird dieser Härtewert in N/mm2 angeben. Je höher der Wert ist, desto härter und widerstandsfähiger gegenüber Verschleiß ist das Holz.

Über die Holzhärte entscheidet auch der Schnitt des Baumes

Wie druckfest ein Holz ist, hängt auch immer vom Verlauf der Faser ab. Gemessen wird der Brinellwert von Parketthölzern gewöhnlich parallel zur Faser, schließlich liegen die Parkettstäbe später dann genau so auch auf dem Boden. Eine Ausnahme bildet das Hirnholzparkett, auch Holzpflaster genannt. Hier verlaufen die Fasern senkrecht, da das Holz quer zur Faser geschnitten wurde. Als ungefähre Faustformel gilt, dass Hirnholzparkett doppelt so hart ist wie parallel zur Faser geschnittene Hölzer.

Die Holzhärte typischer Parketthölzer

Die meisten Anbieter unterscheiden zwischen vier Holzhärte-Klassen:

  • Extrem hartes Parkett – dazu zählt etwa Bambus sowie viele Tropenhölzer (exotische Namen sind daher oft ein Anhaltspunkt für hohe Holzhärte-Werte)
  • Sehr hartes Holz – wie etwa Eiche
  • hartes Parkett – wie etwa Buche oder kanadische Birke
  • mittelhartes Parkett – wie Nuss- oder Birnbäume

Durchschnittliche Brinellhärte von Holzarten (jeweils in N/mm2), die gerne für Parkett verwendet werden:

  • Ahorn (europäisch): 28
  • Ahorn (kanadisch): 35
  • Bambus: 40
  • Birke (europäisch): 22
  • Birke (kanadisch): 34
  • Birnbaum: 32
  • Buche34
  • Douglasie: 20
  • Doussie: 42
  • Eiche: 34 – 41
  • Esche: 38
  • Erle: 12
  • Fichte: 12 (als Holzpflaster: 32)
  • Kastanie: 18
  • Kiefer: 19
  • Kirsche (europäisch): 45
  • Kirsch (amerikanisch): 40
  • Lärche: 19
  • Merbau: 44
  • Nussbaum (amerikanisch): 26
  • Nussbaum (europäisch): 32
  • Olive: 51
  • Robinie: 46
  • Teak (afrikanisch): 30
  • Teak (asiatisch): 50
  • Wenge: 40

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen zum Thema Parkett. Selbstverständlich verlegen wir auch gerne für Sie Parkett, Laminat oder einen anderen Bodenbelag!

Sichtestrich & Designestrich – Estrich als stylischer Bodenbelag

Gewöhnlich muss sich Estrich mit der Nebenrolle als nicht sichtbarer Unterboden bescheiden. In Nutzräumen wie Garagen, Hallen oder großzügigen Lofts kennt man den Boden immerhin auch als Darsteller für Designs, die auf industriellen Charme setzen. Abgeschliffen, poliert und anschließend versiegelt, füllt der – dann meist als Sicht-, Nutz- oder Designestrich bezeichnete – Bodenbelag jedoch auch Charakterrollen so überzeugend aus, dass moderne Innendesigns gerne mit ihm arbeiten.

Design- oder Sichtestrich kann aus verschiedenen Estricharten entstehen

Lehmestrich wird bereits seit prähistorischer Zeit von Menschen als Bodenbelag verwendet. Die alten Ägypter und Griechen setzten Gipsestriche ein. Kalkestriche wie der bis heute beliebte Terrazzo wurden schon vor den Römern in Anatolien um 7000 v. Chr. als Bodenbelag eingesetzt. Für die heute üblichen Estriche kommen diverse Rohstoffe und Bindemittel in Frage.

  • Zementestrich (internationales Kürzel: CT) ist sicher der Estrichtyp, der am bekanntesten ist. Es handelt sich um einen Beton, in der Regel um eine Mischung aus Sand, Zement und Wasser, die gern für Garagen, aber auch für Bäder verwendet wird. Zementestrich benötigt zum Austrocknen bis zu 28 Tage, wobei Risse entstehen können. Schnellestriche trocknen innerhalb von 48 Stunden, sind dafür aber auch wesentlich teurer.
  • Gussasphaltestrich (AS) besteht aus Splitt, Bitumen, Sand und Gesteinsmehl. AS ist ein schlechter Wärmeleiter, die Füße fühlen sich daher nicht so schnell kalt an. Zudem besitzt AS trittschallmindernde Eigenschaften.
  • Kunstharzestriche (SR) enthalten als Bindemittel Kunststoffe wie Expoxydharz, Polyurethan oder Polymethylmethacrylat. Sie sind wasserbeständig, bestechen durch eine kurze Trocknungszeit und können mit Pigmenten eingefärbt werden, sind allerdings auch vergleichsweise teuer.
  • Auch Magnesiaestrich kann eingefärbt werden, eignet sich jedoch nicht für Nassbereiche. Statt Zement wird hier das namensgebende Magnesia verwendet, das z.B. auch Turner verwenden, um die Hände trocken zu halten. Häufig wird es mit Holzmehl, Holzstückchen oder anderen organischen Stoffen wie Papier, Stoffresten oder Gummifasern gemischt, was eine abwechslungsreiche Oberfläche ergibt.

In der Regel wird Fließestrich verwendet. Der Estrich wird also quasi als „flüssiger Teig“ auf eine Isolierschicht aufgetragen, etwa mit einer Betonpumpe. Dank seiner Konsistenz verteilt sich Estrich sehr gut und ist leicht zu glätten. Je nach verwendeter Estrichart und Größe des Raums können dabei auch Rüttelmaschinen zum Einsatz kommen, sodass Bläschen herausgerüttelt werden. Räume bis etwa 40 qm2 kommen ohne Dehnungsfugen aus. Sind die Räume größer, empfiehlt es sich, drei bis vier Zentimeter breite Fugen in den Estrich zu sägen, die später mit Silikon aufgefüllt werden.

Erst durchs Abschleifen und Versiegeln wird Estrich zum Designboden für Wohnräume

An einem unbehandelten Estrich hätte niemand lange Freude. Die Poren des Estrichs sind zu groß, sodass sie leicht Schmutz und Feuchtigkeit anziehen und im Grunde nicht zu reinigen sind. Daher wird Sichtestrich stets zunächst abgeschliffen und danach poliert, sodass eine sehr gleichmäßige Oberfläche mit sehr feinen Poren entsteht.

Im nächsten Schritt wird der Estrich versiegelt. Dafür wird üblicherweise Epoxydharz verwendet. Zum Einsatz kann dafür aber auch Polyurethan, Kautschuk, Latex, spezielles Öl oder sogar Leder kommen. Mittlerweile gibt es auch spezielle Mittel, die sich der Nanotechnik bedienen. Möglich sind so Looks, die von edelgrau über knallbunt, durchsichtig, glänzend bis hin zu unterschiedlichen Mattierungen reichen.

Ein fertiger Sicht- bzw. Designestrich ist extrem pflegeleicht. Verunreinigungen können einfach weggefegt, abgesaugt oder aufgewischt werden. Estrich lässt sich zudem problemlos auch mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen rund um Estriche – ob als Bodenbelag oder Unterboden.